Coop verkauft beschädigte Aprikosen

Statt als Tierfutter oder für die Gastronomie, werden die Aprikosen im Coop-Regal günstiger verkauft. Die Kunden sollen sie für Konfitüre verwenden können.

Reife Aprikosen am Baum

Bildlegende: Nun dürfen auch Aprikosen, die nicht perfekt sind, ins Verkaufsregal. Colourbox

«Die Konsumenten haben heute vermehrt Verständnis für die Launen der Natur», schreibt Coop. So seien die Kunden bereit, «aussergewöhnliche» Naturprodukte zu kaufen.

Walliser Hagelaprikosen

Als erstes bringt der Grossverteiler Walliser Aprikosen in die Läden, die Hagelschäden aufweisen. Deren Flecken seien bislang ein Ausschlusskriterium gewesen. Neu verkauft man die Früchte in 2,5kg-Boxen zu 9.50 Franken.

«Interessant finde ich, dass Coop genau bezeichnet, wofür die Aprikosen verwendet werden sollen», äussert sich mit Jürg Jordi vom Bundesamt für Landwirtschaft auch eine kritische Stimme. Auf diese Weise verhindere Coop, dass der Verkauf der anderen, schönen Aprikosen beeinträchtigt werde.

Aber Jürg Jordi sagt auch: «Grundsätzlich begrüssen wir jede Massnahme, die hilft, Nahrungsmittelverluste zu verhindern.»