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Konsum Ende der grossangelegten Suche nach Pferdefleisch

Das Bundesamt für Gesundheit hat die letzten zwei Monate diverse Rindfleischprodukte untersucht. Resultat: Fünf Proben enthielten Pferdefleisch. Drei Produkte wurden vom Markt genommen. Fazit des BAG: «Die Schweiz hat kein massives Problem». Weitere Spezialuntersuchungen seien nicht mehr nötig.

Metzger bearbeitet ein Stück Fleisch
Legende: Stichproben zeigen: In der Schweiz wird das Fleisch meist richtig deklariert. Keystone

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat in Zusammenarbeit mit den Kantonschemikern seit Februar rund 250 verarbeitete Rindfleischprodukte untersucht. In 5 Proben wurde Pferdefleisch gefunden. Welche, das teilt das BAG nicht mit, da keine Gesundheitsgefährdung besteht und man den Markt nicht verzerren will. Nun setze man wieder auf die üblichen Stichproben.

3 der betroffenen Produkte sind vom Markt genommen, bei 2 Produkten laufen Gespräche mit den Herstellern. Es handelt sich um «neue» Funde, bereits im Februar hatten Coop und der Hersteller Hilcona bei internen Kontrollen eigene Produkte vom Markt genommen, weil diese undeklarierte Anteile von Pferdefleisch enthielten.

«Schweiz hat kein massives Problem»

Für das BAG ist die grossangelegte Kampagne fürs Erste abgeschlossen, dies erklärt Michael Beer, Leiter der Abteilung Lebensmittelsicherheit beim BAG auf Anfrage von «Espresso». Nun würden wieder Stichproben im üblichen Rahmen stattfinden. Dies würde sich jedoch ändern, wenn es Anzeichen aus der EU gebe, dass undeklariertes Pferdefleisch in die Schweiz gelange.

Dass 98 Prozent der Proben unproblematisch waren, habe gezeigt, dass die Schweiz kein massives Problem habe, erklärte Michael Beer weiter. «Man sieht aber auch, dass es in der Schweiz auch vorkommen kann, sei es aus Unachtsamkeit, oder weil man Pferdefleisch absichtlich unter Rindfleisch gemischt hat.» Dies werde momentan untersucht.