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Konsum Erste Strafe gegen Kaffeefahrten-Anbieter

Aufgrund des verschärften Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb ist zum ersten Mal ein Veranstalter von Werbefahrten mit Gewinnversprechen bestraft worden. «Espresso» weiss: Der Anbieter wurde mit 1‘800 Franken gebüsst. Zudem verhängte das Gericht eine bedingte Geldstrafe von 9‘000 Franken.

Buspassagier
Legende: Colorbox

Jürg Herren vom Rechtsdienst des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) sagt im Gespräch mit dem Konsumentenmagazin «Espresso»: «In Bezug auf Kaffeefahrten haben wir zwei Strafklagen eingereicht und in einem Fall hat dies auch schon zu Sanktionen geführt. Mittels Strafbefehl ist die betreffende Firma gebüsst worden.»

In welchem Kanton und von welchem Gericht der Strafbefehl gegen den Kaffeefahrten-Anbieter ausgestellt wurde, wollte Herren nicht sagen.

3 Anbieter gaben auf

Seit dem 1. April haben das Seco und die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) je gut 500 Beschwerden gegen Kaffeefahrten-Anbieter erhalten. Diese Organisationen sind gemäss UWG berechtigt Klagen einzureichen. Beide haben dies auch getan.

Im Sinne einer letzten Verwarnung mahnt das Seco die Anbieter von Werbefahrten mit Gewinnversprechen jeweils ab. 3 Anbieter haben daraufhin eine Unterlassungserklärung unterzeichnet, weitere haben ihre Tätigkeit ohne Gegenbericht ans Seco eingestellt.

Werden die Anbieter rückfällig?

Sowohl die Publikums-Redaktion der SRF-Konsumentenmagazine «Kassensturz» und «Espresso» als auch Seco und SKS beobachten seit August, dass deutlich weniger Beschwerden gegen illegale Kaffeefahrten eingehen.

SKS-Geschäftsführerin Sara Stalder will dennoch wachsam bleiben: «Die gleichen Leute können mit genau demselben Geschäftsmodell irgendwo wieder auftauchen. Die Luft wird für sie jedoch dünner, weil man sie jetzt im Visier hat – auch länderübergreifend.»

Im Kampf gegen Werbefahrten und andere Formen des unlauteren Wettbewerbs würden die Konsumentenorganisationen neu europaweit zusammenarbeiten.

Espresso-Berichterstattung hatte Wirkung

Auch «Espresso» hat den Anbietern von Kaffeefahrten im Jahr 2012 das Leben schwer gemacht. So recherchierte das Konsumentenmagazin von Radio SRF 1 gegen einen der aufdringlichsten Anbieter der Szene – die Vilsana Product AG.

Auf Betreiben von «Espresso» wurden beispielsweise die Handelsregisterämter von Zürich und Zug gegen den Vilsana-Chef und verschiedene seiner Firmen aktiv. Nachdem auch das Seco Druck aufsetzte, gab der Vilsana-Chef auf und unterzeichnete eine Unterlassungserklärung.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Rosemarie HOFER, 5314 Kleindöttingen
    S.g. Damen u. Herren Auch ich bin auf eine viel versprechende Einladung/Kaffeefahrt v. 10. April 2013 zur angeblichen Übergabe von SFr. 3'000.- der Fa. Customer Service, Fronwaldstr. 94, 8046 Zürich reingefallen. Was sich dabei abgespielt hat, ist verheerend u. sollte def. verboten werden. Vermutlich muss ich den Vorfall einem Anwalt übergeben, weil die Verkäufer trotz der sofortigen Stornierung eines Kauf-Vertrages am selben Tag, keine Ruhe geben u. mir die Auflage ausliefern wollten. MFG R.H.
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  • Kommentar von Erwin Gysel, Ennetbaden
    Ich bin scheinbar der 3. Gewinner von 3xCHF 3'000.-- , abholbar im Schwarzwald. Wir fragen uns nur, wer dies alles bezahlt, und was man schlussendlich kaufen muss, dass man den Gewinn überhauptbekommt (bar oder in Ware?).
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  • Kommentar von de steffani verena, unterdorf 18 6170 schüpfheim
    habe eine einladung von coustomerservice fronwaldstr 94 8046 zürich gewinnversprechen 2 preis 3 x chf 3`000 in bar auszahlung am tag der vorführung.
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