Fertigsalat: Nährstoffe und Vitamine sind nicht verloren

Fertigsalat hat zu Unrecht einen schlechten Ruf: Wenn er frisch gegessen wird, sind Nährstoffe und Vitamine mit selbst gerüsteten Salaten vergleichbar. Die Stoffe nehmen aber nach ein bis zwei Tagen stark ab. Das ist bei einem ganzen Salatkopf nicht der Fall.

Hand greift nach einer Packung Salat

Bildlegende: Auch in abgepacktem Salat hat es noch Vitamine drin. Colourbox

«Der Vitamin- und Nährstoffunterschied zwischen Fertigsalat und selbst gerüstetem Salat ist eher gering», sagt Martin Loessner. Er ist Professor für Lebensmittelmikrobiologie am Institut für Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit an der ETH Zürich. Wichtig sei aber, dass der geschnittene Salat sofort gegessen werde. Denn dieser halte im Kühlschrank nur ein bis zwei Tage. «Einen Salatkopf kann man jedoch problemlos bis zu einer Woche im Kühlschrank lagern», so Loessner.

Mehr Bakterien

Auch Steffi Schlüchter von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung sagt, dass Fertigsalat zu Unrecht verrufen sei: «Heute ist Fertigsalat praktisch gleichwertig wie frischer Salat.» Wichtig sei aber, dass man mit den Salat- und Gemüsesorten abwechsle. «Wer verschiedene Salat- und Gemüsesorten isst, bekommt alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe.»

Allerdings: In Fertigsalaten vermehren sich die Bakterien schneller. An den Schnittstellen werden die Blätter braun und es bildet sich eine trübe Flüssigkeit im Beutel. «Ein solcher Salat ist nicht mehr geniessbar», sagt ETH-Professor Martin Loessner.

Espresso vom 15.05.2013: