Getränkekartons: Recycling wird kaum genutzt

Noch fristet das Recycling von Getränkekartons in der Schweiz ein Schattendasein. Der Verein «Getränkekarton-Recycling Schweiz» hat vor zwei Jahren ein Pilotprojekt lanciert: Die Ökobilanz ist positiv. Doch der Detailhandel zeigt bisher wenig Interesse.

Das Einsammeln von PET, Glas und Dosen aus Aluminium oder Weissblech ist in der Schweiz eine Erfolgsgeschichte. Die Sammelquoten liegen zwischen 80 und 90 Prozent. Wenn es um das Einsammeln und Wiederverwerten von Kartonverpackungen für Milch, Säfte, Eistee und sonstigen Lebensmitteln geht, hapert es aber.

Detailhandel macht (noch) nicht mit

700 Millionen Getränkekartons werden in der Schweiz pro Jahr verkauft. In den letzten 20 Monaten wurden in der Thurpapier AG in Weinfelden erst drei Millionen Getränkekartons wiederverwertet. Das Problem sind laut Raymond Schelker, Geschäftsführer des Vereins Getränkekarton-Recycling Schweiz die Detailhändler.

Die IG Detailhandel mit unter anderem Migros, Coop und Denner habe bisher kein Interesse gezeigt am Recycling von Getränkekartons. Dies auch, weil die Finanzierung noch offen ist. Dieses Problem will man jedoch 2014 ernsthaft anpacken, erklärt Schelker weiter.

Es gibt diverse Sammelstellen

Die Ökobilanz des Recyclings schneide jedenfalls besser ab, als wenn die Verpackung im Abfall landet und verbrannt werde. Der Testlauf gehe aber weiter, teilen die Verantwortlichen mit. Bisher haben die Detaillisten Volg und Spar in einzelnen Filialen Sammelstellen für Getränkekartons eingerichtet. Zudem können die Kartons an verschiedenen anderen Stellen abgegeben werden (siehe Linkbox «Weitere Informationen»).

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