Heftli-Boykott: Für den Preisüberwacher nur der Anfang

Zeitschriften kosten in der Schweiz massiv mehr. Coop hat nun genug von dieser Preispolitik. Der Detailhändler boykottiert einige Zeitschriften. Der Preisüberwacher begrüsst die Massnahme: Dies fördere die Diskussion über ein neues Kartellgesetz.

Der Preisüberwacher, Stefan Meierhans, begrüsst, dass Coop einge deutsche Zeitschriften boykottiert: «Die Aktion erregt Aufmerksamkeit. Es gibt in der Schweiz 4500 Zeitschriften, von denen viele importiert werden. Ob die Deutschen Verlage jedoch einlenken, bleibt offen. Eigentlich müsste das Schweizer Kartellgesetz angepasst werden. Hoffentlich unterstützt der Boykott von Coop diese Gesetzesänderung.»

Ein Micky-Maus-Heftli, die Zeitschrift «Gala» oder der «Spiegel» kosten in der Schweiz fast doppelt so viel wie in Deutschland. Schuld daran sind vor allem die Deutschen Verlage und Lieferanten, welche den Schweizern Vertrieben die hohen Preise diktieren.

Coop hat nun die Nase voll: Die Nummer Zwei im Schweizer Zeitschriftenverkauf nimmt einige Druckerzeugnisse aus dem Verkauf. Er will damit die Deutschen Lieferanten unter Druck setzen.

Markante Preisunterschiede

«Espresso», das Konsumentenmagazin von Radio SRF 1 berichtete im Februar über die überrissenen Zeitschriften-Preise und dass die Vertriebe den Euro/Franken-Währungsvorteil nicht weitergeben (Beitrag vom 04.02.15). Die konkreten Preise in der Bildergalerie: