Lieferboykott von Fischer-Ski: Weko schaltet sich ein

Der Skifabrikant Fischer stört sich daran, dass der Discounter Otto’s seine Alpinskis günstig verkauft. Fischer beliefert den Händler deshalb nicht mehr, welcher die Skis an den Discounter Otto’s geschickt hatte. Jetzt wird die Wettbewerbskommission Weko aktiv.

Man prüfe die Angelegenheit, sagte ein Weko-Sprecher gegenüber der Konsumentensendung «Espresso» von Schweizer Radio SRF 1. Dann werde man entscheiden, ob man ein Verfahren anstrenge. Die via Medien bekanntgewordenen Fakten liegen der obersten Wettbewerbsbehörde vor.

Der Chef von Fischer Schweiz, Stephane Cattin, hatte in einem Brief an autorisierte Sportfachhändler bekräftigt dass man den Skilieferanten künftig boykottiere, der Otto’s beliefert hatte: «Die Skis wurden im Ausland über einen Fischer Händler eingekauft, welcher von Fischer International per sofort gesperrt wird.»

«Ein offensichtlicher Fall»

Sara Stalder, Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz, freut sich, dass dieses Mal Beweise vorliegen: «Das ist ein offensichtlicher Fall. Vielfach geschehen solche Dinge im Hintergrund. Es ist gut, dass die Weko den Fall nun abklärt.»

Dass Skifabrikanten hart gegen Händler vorgehen, die ihre Ware an Wiederverkäufer weiterreichen, ist offenbar kein Einzelfall. Nach Informationen, die dem Konsumentenmagazin «Espresso» vorliegen, hat mindestens eine weitere, bekannte Skimarke einen Händler boykottiert.