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Konsum Lieferdepots: Pakete für die Schweiz, Ärger über deutschen Zoll

Schweizer, die Waren an Depots an der deutschen Grenze liefern lassen, erhalten dafür keine Mehrwertsteuer-Rückerstattung mehr. Das nervt neben Kunden auch die Betreiber dieser Lieferdepots. Die Konstanzer Geschäftsfrau Mandy Klein sieht jedoch eine Lösung.

Legende: Audio Lieferdepots: Pakete für die Schweiz, Ärger über deutschen Zoll abspielen. Laufzeit 04:11 Minuten.
04:11 min, aus Espresso vom 25.09.2015.

Schweizer Kunden bestellen günstige Waren auf deutschen Internetseiten und lassen sie an eine deutsche Adresse liefern. Damit sparen sie Versand- und Zollkosten. Weil sie seit einigen Tagen die Mehrwertsteuer nicht mehr zurückfordern können, fällt aber ein Anreiz weg.

Aus Lieferdepot Verkaufsstelle machen?

Die Betreiberin eines Lieferdepots in Konstanz, Mandy Klein, kann das nicht verstehen: «Das ist eine Ungleichbehandlung.» Wenn teurere Waren bestellt würden, wie zum Beispiel eine Waschmaschine oder ein Velo, habe die fehlende Mehrwertsteuer-Rückerstattung einen grossen Einfluss auf die Kosten. «Mir haben schon Kunden gesagt, dass sie die Waren nicht mehr über mich liefern lassen wollen.»

Klein sucht nach Lösungen für das Problem. Sie überlegt sich rechtliche Schritte. Zudem zieht sie in Betracht, ihr Geschäftsmodell anzupassen. «Wenn ich als Wiederverkäuferin auftrete, dann kann die Mehrwertsteuer weiterhin zurückgefordert werden.»

5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Keller, Thurgau
    Warum liest man eigentlich über dieses Thema kaum? Hat man Angst, das "nichtstuende Politiker" dafür am 18.Oktober abgestraft würden? Als Schweizer zahlt man künftig in Deutschland Steuern. Darf ich dann jetzt an der CH-Steuer sparen? Doppelbesteuerung? Freihandelsabkommen? Irgend jemand?! Fallen jetzt wenigstens Importbeschränkungen oder die horrenden Zollgebühren? Werden Verhandlungen zu neuen DBA bis auf weiteres sistiert? (D bricht die Verträge ja sowieso!)
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Und wieder hält sich ein EU Land nicht an die EU Vorschrift der Gleichbehandlung. Aber unsere Sommeruga hält sich an die EU als Musterschüler obwohl nicht dabei! Die Deutsche Regierung benimmt sich wie ein Dieb, denn die generieren so Steuern welche ihnen garnicht gehören. Die Mafia ist tot, es leben unsere Verbrecher Regierungen. Die Anarchie lauert vor der Türe!
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  • Kommentar von Ruedi, Stäfa
    Wenn ein Velo 200 statt 600 Fr. kostet spielt die MwSt sicher keine grosse Rolle. Es sind 40 Fr. Man hat immer noch 360.-- Fr. gespart. Bis zu einem Betrag von 300.-- Fr. muss man die CH-Steuer ja nicht zahlen. Wenn es sich um teurere Ware handelt wird man so allerdings doppelt besteuert was rechtlich doch ziemlich fraglich sein könnte. Andrerseits kann der Verkäufer die Rechnung ja so ausstellen, wie wenn der Kunde die Ware bei ihm abgeholt hätte. Der Zoll muss den Weg nicht zu sehen bekommen.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Es geht um die doppelte Besteuerung. Sie leben (Steuersitz) in Stäfa? Liegt das seit neuestem in der BRD? Ich leb im TG - das ist in der CH. DARUM muss man, wenn man Waren über dem Freibetrag (oder mit spez. Einfuhrbestimmungen!) über die Grenze bringt, diese in der CH versteuern. Weil man nicht in D, sondern in der CH steuerpflichtig ist. Gibt ein Zusatzproblem: in D muss die Ausfuhr bestätigt werden, ehe man in der CH die Einfuhr versteuern kann... Das geht aber NUR mit Stempel. Merksch öppis?
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    2. Antwort von Th. Dörnbach, Zürich
      M. K: als Hobbybastler bestelle ich in der BRD Bauteile, es in der CH nicht gibt, und die besonderer Einfuhrvorschriften unterliegen können. Ich muss die Bauteile online bestellen (an die Lieferadresse), dann Ausfuhrstempel, dann zum CH-Zoll (geht einfacher da ich Zertifikate usw gleich mitnehmen kann, via Post würde zurückgesedet). Ohne den deut. Stempel auf dem Ausfuhrschein veweigert der CH-Zoll aber die Einfuhr. Der deut. Entscheid kommt einem Wirtschaftsembargo gleich!
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