Migros führt «Selfscanning» schweizweit ein

Viele Kassiererinnen werden bald überflüssig: Immer mehr Kunden laufen beim Einkaufen mit dem Scanner durch den Laden und lesen den Strichcode der Waren selber ab. Nach Tests will Migros das «Selfscanning» im Jahr 2013 in der ganzen Schweiz einführen.

Self scanner

Bildlegende: Self scanning. pd

Die Kunden seien so schneller, teilt Migros-Sprecherin Monika Weibel mit. Und sie hätten eine bessere Übersicht darüber, was schon im Einkaufswagen liegt. Bei Migros können Kunden ihre Waren bisher nur in 9 Filialen selbst einscannen.

«Das «Selfscanning» hat sich bewährt, deshalb wollen wir es schweizweit ausbauen», sagt Weibel weiter. Ab 2013 will Migros damit anfangen.

Beim «Selfscanning» bei der Migros ist eine persönliche Cumulus-Karte notwendig. Auf ihr werden die Daten der Einkäufe gespeichert. Denn bezahlt werde erst, wenn man den Scanner bereits abgegeben hat, teilt die Migros mit. Die Cumulus-Karte muss dann vorgezeigt werden.

Coop bleibt beim status quo

Bei Coop können die Kunden seit 7 Jahren in 80 Filialen mit dem sogenannten «Passa Bene»-System selber ihre Ware einscannen. Vor allem in grösseren Filialen werde das rege genutzt, meint Mediensprecherin Denise Stadler. Etwa jeder Fünfte kaufe bei Coop so ein.

Beim «Self-Checkout» scannen Kunden die Strichcodes nicht im Laden mit dem Handscanner, sondern an einer «Self-Checkout-Station» im Ausgangsbereich.

Sie zahlen dort bargeldlos und kommen nicht mehr in Kontakt mit einer Kassiererin. «Self-Checkout» sei besonders praktisch bei kleinen Einkäufen, teilt Migros mit. Es ist keine Registrierung mit einer Cumulus-Karte nötig.

Mit Stichproben gegen Diebstähle

Da eine Diebstahls-Kontrolle im Kassenbereich fehlt, führt die Migros regelmässige Stichproben durch. Der Kunde muss dann seine Einkäufe einem Migros-Angestellten noch einmal vorführen.

Erfahrungen mit vergleichbaren Systemen in anderen Ländern hätten gezeigt, dass die Diebstahlquote mit Self-Scanning-Systemen in der Regel nicht zunimmt, teilt Migros mit.