Zum Inhalt springen
Inhalt

Konsum Neue Klage gegen Kaffeefahrten-Anbieter

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat gegen den «Eska Buchungsservice» aus Zürich Strafklage eingereicht. Die Firma hat mit falschen Gewinnversprechen auf Kaffeefahrten eingeladen. In den letzten Wochen landeten wieder vermehrt solche Lockangebote in Schweizer Briefkästen.

Verkaufspräsentation
Legende: Bei «Kaffee-Fahrten» werden oft überteuerte Produkte angepriesen. SRF

Das Staatssekretariat habe mehrere Beschwerden gegen den «Eska Buchungsservice» erhalten, sagt Jürg Herren vom Seco auf Anfrage von «Espresso». Man habe die Firma auch abgemahnt, sie habe mit dem unlauteren Geschäft jedoch nicht aufgehört: «Deshalb haben wir Strafklage erhoben gegen diese Firma. Dort läuft ein Verfahren.»

Firma hält Abmachung nicht ein

Auch die Firma «RGS Swiss Vital» mit Postfach in Grabs (SG) lockte regelmässig mit falschen Gewinnversprechen zu Werbeveranstaltungen. Im Januar verpflichtete sie sich gegenüber dem Seco schriftlich, damit aufzuhören. Offenbar verschickt die Firma aber weiterhin solche Einladungen.

«Wenn es so ist, dass das Unternehmen sein Verhalten nicht eingestellt hat, werden wir weitere Schritte einleiten müssen», sagt Jürg Herren vom Seco, «eine Strafklage einreichen oder gegebenenfalls eine zweite Abmahnung zustellen.»

Seco braucht Beweise

Das Seco und Konsumentenorganisationen wie die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) haben das Recht, bei Verstössen gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb Strafklagen einzureichen. Sie haben dafür auf ihren Internetseiten Beschwerdeformulare eingerichtet. Um vor Gericht Erfolg zu haben, brauchen Seco und SKS jedoch auch Beweismaterial.

Wer eine Beschwerde einreicht, soll daher möglichst auch die Original-Einladung mit dem falschen Gewinnversprechen beilegen. Falls Sie auch die «Espresso»-Redaktion informieren möchten, genügt eine Kopie.

Wie eine Kaffeefahrt abläuft

Versprochen werden 3000 Franken und ein Ausflug an den Rheinfall. Stattdessen müssen die Teilnehmer stundenlang raffinierte Verkaufsmonologe anhören. Espresso war letzten Sommer bei einer Kaffeefahrt dabei. Ein Ohren- und Augenschein.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von T. Himmel, Chur
    Was ich nicht verstehe: Der kleine Bürger ist gegenüber Firmen immer in der Pflicht wenn er naiv einen Vertrag eingeht, sind die Pflichten auch noch so klein in dubiosen AGBs versteckt. Wenn jedoch Firmen einem schriftlich Gewinne zusichern, habe ich no nie gehört, dass diese verpflichtet sind diese einzulösen. Warum eigentlich nicht? Damit könnte man dem Treiben ein rasches Ende bereiten. Ich hätte noch tausende Franken zugut aus dubiosem Marketing! Sollen die doch konkurs gehen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Maya Leu, Teufen
    Ich bekomme regelmässig Einladungen von Swiss-Vital, 9472 Grabs, z.B. eine am 12.Jan., dann wieder am 16. Feb. Sie beginnen mit: "Wie Sie sich sicher erinnern können, haben Sie vor einiger Zeit an dem Kreuzworträtsel mit der Lösung .... teilgenommen." Ich habe aber nie ein Kreuzworträtsel eingeschickt!!! Und dann: "Sie haben einen der fünf Hauptpreise gewonnen" (=Lüge!) Dann folgt die Einladung zum Zmittag für 4 Personen. Wenn Sie etwas gegen diese Firma unternehmen können, danke ich Ih...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten