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Konsum Ricardo-Ausfall: Tausende Auktionen wurden unterbrochen

Grosser Ärger vergangenen Mittwoch für viele Kunden von Ricardo: Die Auktionsplattform war für etwa zwei Stunden teilweise nicht erreichbar. Vielen Anbietern ist damit Geld entgangen. Auf Anfrage von«Espresso» sagt das Unternehmen, man wolle sich Kunden mit einem Schaden kulant zeigen.

Legende: Audio Ricardo-Ausfall: Tausende Auktionen wurden unterbrochen abspielen. Laufzeit 04:06 Minuten.
04:06 min, aus Espresso vom 10.02.2015.

Ricardo-Kunde R. B. (Name der Redaktion bekannt) staunte am letzten Mittwochabend nicht schlecht: Mehrere seiner Auktionen waren kurz vor Abschluss, als die Internetseite plötzlich nicht mehr erreichbar war. System-Absturz!

Für den Verkäufer der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, können doch die Preise in der Endphase erfahrungsgemäss noch einmal deutlich steigen. So aber wurden die Auktionen von R. B. eben mit jenem Gebot beendet, das vor der System-Panne das höchste war. Der Kunde schätzt, dass ihm so mehrere hundert Franken entgangen sind.

10'000 Angebote vom Ausfall betroffen

Die Auktionsplattform bestätigt den Systemausfall: Es habe sich jedoch nicht um einen Komplettausfall gehandelt, schreibt das Unternehmen auf Anfrage des Konsumentenmagazins «Espresso» von Radio SRF1. Die Internetseite habe teilweise noch funktioniert. Die Probleme hätten anderthalb bis zwei Stunden gedauert. Gemäss den Angaben des Unternehmens waren rund 10‘000 Angebote vom Ausfall betroffen

Eigentlich hat Ricardo in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) genau für solche Fälle vorgesorgt. Enden Auktionen während eines Ausfalls, so sollten sich diese automatisch um 24 Stunden verlängern, damit wirklich bis zuletzt geboten werden kann.

Automatische Verlängerung hat nicht geklappt

Bei Kunde R. B. war genau dies aber nicht der Fall: «Meine Angebote gingen nicht mehr online», sagt er gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» auf Radio SRF 1. Seine Produkte gingen also mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einem zu tiefen Preis weg. Nach einigem Hin und Her entschuldigte sich Ricardo und erklärte sich bereit, für den Ausfall von R. B. aufzukommen.

Die unterbrochenen Auktionen seien automatisch verlängert worden, schreibt Ricardo. Und falls eine Auktion wie im oben beschriebenen Fall nicht verlängert worden sei, könne man Ricard das erwartete Endresultat der Auktion mitteilen. In solchen Fällen «sind wir kulant und begleichen die Differenz.»

Geschäftsbedingungen angepasst

Dass sich Ricardo kulant zeigt, war nicht immer so: Ende 2012 hatte «Espresso» über einen Systemausfall berichtet, bei welchem das Unternehmen den Schaden auf die Kunden abwälzen wollte («Systemabsturz bei Ricardo: Kunden verlieren Geld» vom 04.12.2012).

Nach diesem Ausfall änderte die Plattform die Spielregeln für Versteigerungen. Seither gilt: Bei einem Ausfall von 15 Minuten oder weniger werden die Auktionen, die in diesem Zeitraum geendet hätten, um eine Stunde verlängert.

Bei einem Ausfall von mehr als 15 Minuten werden die Auktionen um 24 Stunden verlängert. Funktioniert das nicht automatisch, sollte man sich unbedingt beim Kundendienst des Unternehmens melden.

7 Kommentare

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  • Kommentar von nicht relevant, irgendwo
    Aktive Mitglieder und Forum User wissen, dass solche "Teilausfälle", seit August 2013 allzu oft vorkommen - eine Verlängerung der Auktionen habe ich hingegen nie festgestellt. Dafür werden verkaufsfördernde Funktionen abgeschafft, mit den Mehreinnahmen durch ungerechtfertigte Gebührenerhöhungen ausschliesslich die shops und olx beworben . . . wohl leider eine effiziente Strategie, um die Verlagerung des Kermgeschäfts auf den Fixpreishandel zu erzwingen und das Auktionsformat sterben zu lassen
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  • Kommentar von Michel Debrotti, Basel
    Web Vx Boom ist vorbei aber merkt wohl keiner... Jetzt gehört der Laden ja Tamedia und die Zeitungen und Online Medien können darüber berichten ;-) Was das ganze mit einander zu tun hat und welche Investment Akademiker diese Akquisition bewilligt haben versteht wohl keiner. Vermutlich lief so viel Online Werbung via Tamedia auf Ricardo, dass es sich lohnte. Oder will man jetzt Depeschen News versteigern und auch z.B. Media und Fotorechte Versteigern? Soll einer noch verstehen...
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  • Kommentar von Alex Grossenbacher, Basel
    Ricardo hat ein grosses Problem: die Serverleistung ist viel zu klein, das merkt man jeden Sonntag Abend, wenn viele Auktionen gleichzeitig enden, warten, warten, warten ...und vom Server kommt einfach keine Rückmeldung. Vor kurzem hat Ricardo die Verkaufsgebühren massiv erhöht, um noch mehr für sich abzuzweigen. Leider wird davon nichts in eine leistungsfähige Infrastruktur investiert oder in eine nutzerfreundliche Software. Ich besuche seither Ricardo kaum mehr!
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    1. Antwort von D. Roth, Oetwil
      Stimmt, habe auch Mühe mit ricardo.ch, hat mir auch mal Aktionen aufgehängt am Schluss. Ich werde den Eindruck nicht loos, dass manchmal kurz vor Schluss so viele plötzlich mitbieten, damits den Preis hochtreibt. Irgendwie komisch. Kann man sicher steuern mt fiktiven Interessenten. Was meinen ?
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    2. Antwort von Ruedi, Stäfa
      Dass am Schluss vermehrt geboten wird ist normal. Gelegentlich gibt es auch Kollegen, die mithelfen den Preis hochzutreiben. Aber das kann man durchschauen.
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