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Konsum Saure Bauern trotz süsser Ernte

Der Preis für Zucker im Ladenregal ist um zehn Prozent gesunken. Mit ein Grund: Die Rekordernte der Zuckerrübenbauern. Die Zuckerfabrik verabeitete 2014 Rüben zu 150‘000 Tonnen Zucker. Die Zuckerrübenproduzenten beklagen sich über den Preiszerfall.

Legende: Audio Saure Bauern trotz grosser Zuckerernte abspielen.
3:01 min, aus Espresso vom 30.12.2014.

Guido Stäger, der Chef der Schweizer Zucker AG, zu der auch die Zuckerfabrik Frauenfeld gehört, sagt: «Im Ladenregal ist der Preis für ein Kilo Zucker um zehn Prozent gesenkt worden.» Ausschlaggebend hierfür sei aber nicht in erster Linie die grosse Zuckerrübenernte 2014 in der Schweiz. «Der Zuckerpreis in der Schweiz ist eng an die Preise in der EU gekoppelt. Und weil es in ganz Europa viel Zucker gibt, wankt der Preis.»

Rekordernte für Bauern keine süsse Überraschung

Urs Denzler, Präsident der Ostschweizer Zuckerrübenrpoduzenten: «So eine gute Ernte führt später zu Problemen. Die nächste Kampagne sieht schwierig aus. Die Preise kommen massiv unter Druck. Unser Spielraum wird immer kleiner.» Die Ernte des Schweizer Zuckers geht in den letzten Tagen des Jahres 2014 zu Ende. In Frauenfeld wurden 960‘000 Tonnen Zuckerrüben verarbeitet. Das sind 300‘000 Tonnen mehr als im Vorjahr.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Berger, bern
    Lebensmittel müssen alle EU-Preise haben und Aufwand-Kosten sind Schweizer Verhältnisse...irgendetwas geht ja wohl bei dieser Rechnung nicht auf! Öffnet zuerst die Augen bevor ihr den Mund öffnet!
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  • Kommentar von Eich Manfred, Kt. Luzern
    Hat es irgend einmal ein Jahr gegeben, in dem die Bauern NICHT gejammert haben?
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    1. Antwort von Didier Ruchet, 8000 Zürich
      Gut gejammert ist halb gebauert. Solange gejammert wird, fliessen die Subventionen. Der Dumme ist der Konsument, der gleichzeitig auch Steuerzahler ist - und Bauern schimpfen sich Unternehmer! Ein KMU wäre bei dieser Betriebsführung schon längst pleite. Warum die Bauern nicht gleich als Staatsangestellte einstellen?
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    2. Antwort von Thomas Keller, Häutligen
      @Didier Ruchet Ich bin 20jährig und selber Landwirt. "Gut gejammert ist halb gebauert" finde ich ein bisschen übertrieben. Denn wenn man aus 8000 Zürich kommt, hat man wohl keine grosse Ahnung wie es auf einem Bauernbetrieb läuft. Das die Bauern langsam Pleite gehen ist wahr. Doch nicht wegen der Betriebsführung, sondern wegen dem hohen Preisdruck, der auf ihnen lastet.
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  • Kommentar von E. Siefert, Basel
    Eng an die Preise in der EU gekoppelt hin oder her - wieso verwundert es eigentlich immer noch und immer wieder, dass Überproduktionen jeglicher Art zwansläufig zu Preiszerfall führen müssen, weil nicht überkonsumiert werden kann. Jetzt haben wir neben Butterberg, Milch- und Käseschwemme auch noch einen Zuckerberg - wir können ja nicht mehr als essen und immer dicker werden. Wann erfolgt endlich mal ein Umdenken in Richtung massvoller Produktion und weniger wegschmeissen ?
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    1. Antwort von Sebastian Köhler, Andwil
      Weil man mit "massvoller produktion" nicht so viel geld verdient.
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    2. Antwort von Kurt Ditzler, Arisdorf
      und diese Überprotuktion wird noch mit Supvensionen von Bern gfördert. Ist dass nicht Schwachsinn.
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    3. Antwort von Lukas Girsberger, Berg
      Es gibt nicht nur die Gesetze des Marktes sondern auch noch die Gesetze der Natur. Bei ähnlicher Anbaufläche gab es letztes Jahr wetterbedingt zu wenig Ertrag bei den Zuckerrüben, dieses Jahr war es umgekehrt. Das ist nicht im Voraus planbar!
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    4. Antwort von raphael seliner, engelburg
      Wer von euch ist selbst bauer? Dann rechnet mir 1. Mal vor wie um himmelswillen ein landwirt noch ohne subventionen mit solchen Drecks EU nahen preisen mithalten soll? 2. Wie viel wird von der eu importiert anstelle von schweizer rohstoffen? Und 3. Wer von euch will denn 8760stunden im jahr gebunden sein an seinen betrieb, um überleben zu können ubd für speis und trank der herren und Frauen schweizer / innen zu sorgen....?
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