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Konsum Tonnenweise falsch datierte Lebensmittel in der Ostschweiz

Ein internationaler Lebensmittelhändler hat über eine Tonne Konserven gesetzeswidrig umdatiert. Zudem fand man bei ihm Trockenprodukte, tiefgekühlte Meeresfrüchte und Fleischprodukte, deren Haltbarkeitsdatum um mehrere Jahre überschritten war.

Legende: Audio Tonnenweise falsch datierte Lebensmittel in der Ostschweiz abspielen. Laufzeit 3:17 Minuten.
3:17 min, aus Espresso vom 28.03.2014.

«Der Händler dachte, er könne die Produkte noch weiterverkaufen», so der Kantonschemiker von St. Gallen, Pius Kölbener. Und dies, obwohl die Produkte nicht rückverfolgbar waren und man keine Ahnung hatte, wie alt die Ware sei.

Ware gelang wohl nicht in Restaurants

Der Lebensmittelhändler (den Namen geben die Behörden nicht bekannt) beliefert mehrere Gastronomie-Betriebe in der ganzen Schweiz. Deshalb vermutet Pius Kölbener aber nicht, dass die Ware jemals auf einen Tisch gelangte. «Der Gastronom vor Ort sollte die Fachkenntnisse besitzen und beim Einkauf erkennen, was noch verwendbar ist und was nicht.» Ganz auszuschliessen ist es aber nicht.

Der fehlbare Lebensmittelhändler bekommt nun eine saftige Busse aufgebrummt, ob er sogar angezeigt wird, ist noch offen.

Asiatische Lebensmittel besonders gefährdet

Vor allem asiatische Lebensmittel, aber auch Meeresfrüchte und Fleischprodukte aus fernen Ländern, seien besonders heikel, wissen Lebensmittelinspektoren. Deshalb sei man hier besonders wachsam. Und prompt wurden die Ermittler in zwei Ostschweizer Asia-Shops fündig.

Datum einfach abgekratzt

Im einen Shop habe der Besitzer das Mindesthaltbarkeitsdatum abgekratzt und durch ein neues ersetzt. Dies, ohne Beweise zu liefern, dass die Produkte tatsächlich länger haltbar sind.

In einem anderen Shop habe man sogar Tofuprodukte ohne Datumsangaben eingekauft. Und sich anschliessend telefonisch beim Importeur erkundet, wie lange die Sachen haltbar seien. Diese Angaben wurden dann – ohne weitere Verifikation – auf die Lebensmittel gedruckt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Kauft ein Geschäftsinhaber in gutem Glauben Ware von diesem Händler, ohne zu wissen dass hier geschummelt wurde und gibt es deswegen sogar ein Todesopfer, wer übernimmt dann die Verantwortung? Die Behörden müssen die Namen solcher kriminellen Händler öffentlich machen, sonst werden sie selber zu Kriminellen, falls so etwas passieren sollte.Sonst gebt diesen Behörden den Fraß zum essen, vielleicht vertragen sie den Müll sogar..
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  • Kommentar von Hildegard Martha Angehrn, Ligerz
    Ich unterstütze Jürg Isenschmid Luzern und der Name der Firma sollte bekannt gegeben werden. Nach meiner Wahrnehmung können in dieser Firma auch Grossfamilien und Heime etc einkaufen. Alle die ein Unternehmen ausweisen, desshalb muss dies veröffentlicht werden und ich erwarte dies vom Kantonalen Gesundheitsamt. Schluss mit Verheimlichung. Hildegard Angehrn
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  • Kommentar von Jürg Isenschmid, Luzern
    "Der fehlbare Lebensmittelhändler bekommt nun eine saftige Busse aufgebrummt, ob er sogar angezeigt wird, ist noch offen." Weshalb diese vollständig unverständliche Bemerkung. Dieser Mann ist doch ein Krimineller, ein Betrüger. Er wird schon genügend kassiert haben, um die "saftige Busse" locker abliefern zu können. Ein solcher Typ muss angezeigt, verurteilt und eingelocht werden. Immer weniger verstehe ich unser Justizsystem. Es ist einfach nicht zu fassen !
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    1. Antwort von Ruedi, Stäfa
      OK, der obige Fall ist krass. Bei den Ablaufdaten muss aber auch ein grosses Fragezeichen gemacht werden. Viele Produzenten drucken absichtlich kurze Haltbarkeitsdaten auf um (!). Viele Leute sehen die Daten als gottgegeben an dabei sind diese in oft willkürlich gesetzt. Soist die Haltbarkeit von Emmi-Joghurt hier zwei Wochen kürzer als die Exportprodukte nah Italien. Grund: die Wege sind dort länger (Begründung Emmi). Das ist eigentlich Betrug. Ablaufdaten sind Richtwerte und nicht mehr.
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