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Multimedia 058er-Nummern: Kostenfalle verschwindet

Lange haben Kunden hohe Gebühren bezahlt, wenn sie die Telefon-Vorwahl 058 wählten. Doch der Druck von Bundesbehörden und Konsumenten zahlte sich aus. Die Telekomanbieter haben ihre Tarife still und leise korrigiert.

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Legende: SRF

Die einstige Festnetz-Vorwahl für den Kanton Glarus mutierte vor einigen Jahren zu einer Businessnummer. Viele Firmen und öffentliche Verwaltungen nutzen seither die Vorteile dieser Nummer. Es kommt Ihnen zugute, dass die Telefonanschlüsse ortsunabhängig eingesetzt werden können.

Der grosse Nachteil für die Konsumenten: Sie mussten plötzlich mehr bezahlen für eine telefonische Auskunft von der Gemeinde, dem Kanton oder einer Versicherung. Denn die Telekomanbieter verrechneten die 058er-Nummern nicht als normale Festnetznummer, sondern als Mehrwertdienstnummer. So mussten Kunden bis zu 40 Rappen pro Minute extra bezahlen, trotz Abo mit unlimitierten Anrufen auf das Schweizer Festnetz.

Widerstand gegen Telekomanbieter

Konsumentenschutzorganisationen wehrten sich lange Zeit vergeblich gegen die Praxis der Telekomanbieter, und auch der Preisüberwacher kritisierte sie scharf. Doch illegal war sie nicht, und so bissen auch die staatliche Regulierungsbehörde ComCom und das Bundesamt für Kommunikation Bakom, bei Swisscom, Orange (nun Salt) und Co. auf Granit. Löbliche Ausnahme war Sunrise, die 058er- Rufnummern auf dem Mobilfunknetz seit jeher gleich tarifiert hat wie geografische Nummern und dies seit 2014 auch im Festnetzbereich so handhabt.

Erst als die gesamte Bundesverwaltung 2014 auf 058er-Nummern wechselte, kam Bewegung in die Sache. Es gab parlamentarische Vorstösse und der Bundesrat selbst beschied, dass diese Praxis «nicht ohne weiteres nachvollziehbar» sei.

Durchbruch dank drohender Gesetzesverschärfung

Alle Telekomanbieter hatten ein starkes Interesse an den höheren Preisen für 058er-Nummern und schützten sie. Damit die Regulierungsbehörde ComCom hätte eingreifen können, hätte es aber die Klage eines Anbieters gebraucht. Hier setzt der Entwurf der Teilrevision des Fernmeldegesetzes an: Neu soll die ComCom von sich aus eingreifen dürfen, um eine solch unverständliche Tarifierung zu unterbinden.

Mit der Aussicht auf eine hart geführte, politische Diskussion rund um das Fernmeldegesetz knickten die Telekomanbieter ein. Ohne es laut zu kommunizieren, haben sie die Tarife vor einigen Monaten angepasst.

058er-Nummern werden seither als normale Festnetznummern, ohne Zusatzkosten abgerechnet.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond, Vivis
    Es ist ohnehin ein Witz, dass wegen Lug und Trug am Konsumenten nur ein Konkurrent klagen darf. Nicht nur nach dem Fernmeldegesetz, sondern auch beim Gesetz ueber den Unlauteren Wettbewerb. In beiden Gesetzen ist ein Klage- und Strafantragsrecht des Kunden ueberfaellig. Konkurrenten kupfern jeweils die Bschissmasche lieber gewinnsuechtig ab, als gegen den kundenmissbrauchenden Konkurrenten zu klagen.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Absahnen absahnen absahnen.. ohne Ruecksicht, auch wenn man noch sehr gut mit normale Preisen verdienen taete.. da habe ich irgendwie Verstaendnis fuer die Kommunisten und anderen Roten!!! In dieser Beziehung haben sie absolut RECHT!!!! So koennte von Gesetzes wegen noch viel mehr reguliert werden, wenn der freie Markt nicht spielt, und gerade die Telekommunikationsbranche ist Absahner erster Guete!!! EINMAL ein DANKE GRANDE an den BR!!! (man lobe wo gutes getan!! )
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    1. Antwort von David Roth, Dübendorf
      Genau, finde ich auch. und diese "werbeanrufe vom Ausland via die 058 No" sind ein grosses Aergernis. Swisscom "verkauft" ja diese No's für solche Art von Werbeanrufen, zudem verkauft Swisscom meine No an andere. bin nirgens mehr registriert, Firmen rufen trotzdem an mich mit "tollen Angeboten" zu belästigen. Swisscom ist nicht neutral, wenns ums abkassieren geht vorne dabei. Swisscom - 0 (Zero= Points) Sunrise und Salt 10 (ten) Points, die lassen einem in Ruhe. gut so.
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