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Multimedia Besserer Handy-Empfang in Häusern

Die Schweizer Mobilfunkanbieter Swisscom, Orange und Sunrise haben in den letzten Wochen die Mobilfunkfrequenzen neu verteilt. Die Folge: Ein effizienteres Netz. Laut der Swisscom profitieren nun insbesondere Kunden, die bisher mit schlechtem Empfang in Gebäuden zu kämpfen hatten.

Eine junge Frau liegt auf dem Sofa und hält ein Handy in der Hand.
Legende: Das Telefonieren in den eigenen vier Wänden soll dank besserem Empfang bald entspannter werden. Colourbox

Immer besser isolierte Gebäude haben die Mobilfunkanbieter und ihre Kunden in den letzten Jahren vor grosse Probleme gestellt. Mit der Neuverteilung und Optimierung der Frequenzen in der Schweiz soll sich dies laut Olaf Schulze von der Swisscom in den nächsten Wochen ändern: «Die Empfangs- und Gesprächsqualität in Häusern wird sich deutlich verbessern.»

Auch Kunden von Sunrise und Orange profitieren

Auch Sunrise und Orange bestätigen auf Anfrage von «Espresso», dass sie aufgrund der Frequenzumstellung von deutlich verbessertem Empfang in Gebäuden ausgehen. Sunrise merkt an, dass man sich auch in ländlichen Gebieten eine Verbesserung erhofft.

Sunrise und Orange haben in den letzten Monaten begonnen, Kunden mit besonders schlechtem Empfang in Gebäuden Geräte abzugeben. Die «Indoor Box» (Sunrise) und die «Booster Box» (Orange) müssen an einen Internet-Router angeschlossen werden und sorgen dann für besseren Mobilfunk-Empfang.

Telefonieren über das eigene Wlan-Netz

Eine solche Lösung hat auch die Swisscom evaluiert. Stattdessen setzt die Swisscom jedoch nun auf das sogenannte «Wlan Interworking». Ab Mitte 2015 sollen Kunden mit ihrem Smartphone das heimische Wlan-Netz für die Mobilfunktelefonie nutzen können. Derzeit ist aber noch kein Handy auf dem Markt, welches «Wlan Interworking» unterstützt. Entsprechende Geräte sollen laut der Swisscom in den nächsten Monaten erhältlich sein.

Auch Orange hat dieses System geprüft. Auf Anfrage von «Espresso» heisst es jedoch, man warte noch ab. Bei Sunrise ist das Telefonieren im heimischen Wlan-Netz zurzeit kein Thema, da die Geräte dafür noch fehlen würden.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Chris Meier, Dagmersellen
    Sehr interessant, was uns hier die Fa. SWISSCOM mit Ihrem revolutionär (!??) neuen Produkt namens [Wlan Interworking] anbieten will. Fact ist: Ich benutze seit Jahren meine bestens bewährte FritzBox, und mit dem FritzApp telefoniere ich tiptopp via MobileFon/Wlan über meine Fixnet-Nummer. => FritzBox - What else...!
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    1. Antwort von D. S., W'thur
      Der grosse Unterschied zur von dir geschilderten Lösung ist ja, wenn ich das Wlan Interworking richtig verstanden habe, dass eine nahtloses Roaming zwischen dem Wlan und dem "normalen" Handynetz möglich ist. Somit wird der Router quasi tatsächlich als Handyantenne verwendet (mehr oder weniger), somit hast du nicht zwei verschiedene Dienste (fixnet/voip und mobile), sondern nur den einen, mobilen.
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  • Kommentar von Dave Meier, Basel
    Keine Ahnung von der Botanik, aber einfach mal drauflosbrabbeln, wa? Die Frequenzen werden UMverteilt, es wird hier garnichts verstärkt. Manche frequenzen eignen sich einfach besser um durch Hauswände zu kommen. Ausserdem heisst besserer Empfang = weniger Strahlung vom eigenen Handy aus, weil es weniger stark nach der Antenne suchen muss.
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    1. Antwort von Redaktion Espresso
      Guten Tag! Sie haben natürlich recht - Die Frequenzen selber werden nicht verstärkt. Tatsache ist jedoch, dass durch die Umverteilung z.B. der Swisscom nun etwa doppelt so viele Frequenzen zur Verfügung stehen. Dies hat mich dazu verleitet, in der ersten Fassung von einer Verstärkung zu sprechen. Matthias Schmid.
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  • Kommentar von Markus Alexander Keller, Pfäffikon SZ
    Und wer denkt dabei an die Gesundheit? Es ist ja bekannt, dass wir heute im Freien schon einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt sind, gegen die wir uns nicht wehren können. Jetzt auch noch die Frequenzen zu verstärken, um uns ein entspanntes Telefonieren in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, macht deutlich, wie die Telecom-Lobby unsere Lebensgewohnheiten beeinflussen..ohne Rücksicht auf Verluste und dem Blick auf noch mehr Gewinn. Eigenverantwortliches Handeln ist heute gefragter denn je.
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    1. Antwort von David Sommer, Winterthur
      Du kannst dir ja einen Faradayschen Käfig um die Wohnung bauen, dann gibts kein Handy, Radio, etc mehr! Und: diese Frequenzen wurden ja bisher schon genutzt (gemäss Artikel), und wurden nur effizienter verteilt (ich nehme an, das heisst, dass jeder Anbieter gleichmässiger verteilt Frequenzen beanspruchen kann?), somit nimmt ja die Strahlung im gesamten nicht zu. Zudem ist die Handystrahlung nicht im Gewebe-verändernden Bereich...
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    2. Antwort von HP. Dietrich, 3073
      Herr Keller eigentlich über Sachen sprechen von den sie etwas verstehen, jedenfalls von Mobilfunk nichts. Frequenzen werden nicht verstärkt sondern nur umverteilt. Von einer Leistungsverstärkung hat niemand gesprochen. Die Belastungswerte bleiben somit gleich. Hören sie endlich auf mit der Verbreitung von Angstmacherei.
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    3. Antwort von Marie-Louise Marbach, Peking
      Wissen Sie was das für Strahlen sind? Und würden Sie mir mal fundiert erklären warum die uns schaden sollten?
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