Neue Gebühr: Nicht immer zwingend

Wer seine Sunrise-Rechnung weiter auf Papier und per Post erhalten möchte, muss neu eine Gebühr zahlen. Ein Ärger für die Kunden. «Espresso» zeigt: Sich wehren lohnt sich.

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Bildlegende: SRF

«Sunrise schiesst hier den Vogel ab!», meint ein «Espresso»-Hörer. Eine andere Hörerin ergänzt erzürnt: «Es gibt immer noch Frauen und Männer, welche kein Internet haben.»

Grund für die Aufregung ist ein Schreiben, das Sunrise-Kunden vor ein paar Tagen erhalten haben. Darin wird ihnen mitgeteilt, dass Sunrise ab 1.2.2013 der Umwelt zuliebe Papierrechnungen nur noch kostenpflichtig verschicke.

«Wer sich wehrt, bekommt es zurück»

Gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» schwächt Sunrise-Sprecher Tobias Kistner jedoch ab: «Wer einen plausiblen Grund angeben kann, der bekommt die Gebühr der Rechnung wieder gutgeschrieben.»

Gerade ältere Personen, die keinen Computer haben, würden in diese Kategorie fallen.  Nur, was ein plausibler Grund ist, dies entscheidet die Firma in Eigenregie.

Wer sich gegen die neue Gebühr wehren möchte, hat folgende Möglichkeit: Er kann den Ombudsmann der Kommunikationsbranche informieren. ¨

Damit dieser auf ein Schlichtungsverfahren aber eingehen kann, muss vom Kunden der Nachweis erbracht werden, dass man zuerst zusammen mit Sunrise um eine Lösung des Konflikts bemüht war.