«Kafisatz»: VW-Autos sind Trickkisten auf Rädern

In elf Millionen Dieselautos hat VW eine Software zur Manipulation von Abgaswerten installiert. Da verlieren auch treue VW-Fahrer ihr Vertrauen, wie der «Kafisatz» von «Espresso» zeigt.

Kafisatzlogo mit Zweizeiler.

Bildlegende: Der Kafisatz dieser Woche: Gibt's noch andere Schummeleien bei VW? SRF

VW steckt in der tiefsten Krise seiner Unternehmensgeschichte. Der Aufsichtsrat will nun «mit allen Möglichkeiten» aufklären, wie es so weit kommen konnte. Die US-Umweltbehörde machte publik, dass der VW-Konzern eine Software entwickelt hatte, mit der die Abgaswerte von Dieselautos manipuliert wurden.

Sobald ein Messgerät angeschlossen wird, senkt diese Software die Abgaswerte. Bei Tests werden die Vorgaben zur Luftreinhaltung so eingehalten. Im regulären Strassenverkehr stossen die betroffenen Dieselautos der Marken VW und Audi aber mehr gesundheitsschädliche Stickoxide aus.

Laut VW wurde diese Software weltweit in 11 Millionen Fahrzeugen installiert. Unter dem Druck dieses Skandals trat Konzernchef Martin Winterkorn am Mittwoch per sofort zurück. Laut Medienberichten kommt nun eine Flut von Sammelklagen in den USA und Kanada auf VW zu. Kläger sind vor allem private Autokäufer. Sie sehen sich von VW getäuscht.

«Espresso»-Beitrag zum Nachhören:

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