Geocaching: Auf digitaler Schnitzeljagd

Ausgerüstet mit einem Handy mit GPS-Empfänger geht es beim Geocaching auf die Suche nach einem versteckten Objekt oder Ort. Immer mehr Tourismusregionen bieten ihren Besuchern einen Geocaching-Parcours an. So auch Stein am Rhein. «Espresso» hat es für die Sommerserie 2015 ausprobiert.

Auf ganz neuartige Weise eine Stadt oder Region entdecken, und dies mit Hilfe moderner Technologie: Das ist die Idee hinter der GPS-Schnitzeljagd. Damit will die Touristenstadt Stein am Rhein auch jene Besucher ansprechen, die den klassischen Städtebummel langweilig finden.

Erforderliche Ausrüstung ist minimal

Für den Geocoaching-Parcours am Rhein braucht es bloss zweierlei: Ein Smartphone mit GPS-Empfänger und installierter Karte sowie Koordinaten. Ein geeignetes Handy muss man selber mitbringen. Die Start-Koordinaten sowie die Rätselfragen sind auf einer Informationsbroschüre im Touristenbüro erhältlich.

«N47 39.553 E8 51.569»: Hier startet der Parcours

Nun gilt es, in der Altstadt verschiedene Posten zu finden und dort durch die Lösung eines Rätsels die Koordinaten der nächsten Station herauszuknobeln. Am Anfang sorgt die Eingabe der Koordinaten jedoch erst für gehörig Verwirrung. Je nach Marke des Handys und installierter Karte müssen die Koordinaten unterschiedlich eingegeben werden – entweder mit oder ohne Abstand und Punkt.

Doch dann wird die GPS-Schnitzeljagd zum vergnüglichen Abenteuer – vor allem mit Kindern. Vorbei an kunstvoll bemalten Fassaden, plätschernden Brunnen und altehrwürdigen Gebäuden erfährt man beim Suchen und Knobeln ganz nebenbei auch noch so einige spannende und lustige Anekdoten aus der Geschichte der Stadt.

Weltweit Millionen von Geocaches

Das Wort Geocaching tauchte erstmals vor 15 Jahren auf. Im Jahr 2000 hat ein Amerikaner das weltweite Spiel gestartet: Er vergrub eine Schatzkiste – ein Geocache – und publizierte die Koordinaten dazu anschliessend im Internet. Seither wird das Geocachen auf der ganzen Welt immer beliebter. In der Schweiz gibt’s rund 25‘000 Geocaches, weltweit Millionen, und einen gar im Weltraum, in der internationalen Raumstation ISS.

Verschiedene Touristenorte mit Geocaching-Parcours

Von diesem Boom wollen nun auch Schweizer Tourismusorte profitieren. Nicht nur Stein am Rhein, sondern auch die Tourismusorganisationen von Uri, Interlaken, Surselva sowie Klosters Davos bieten ihren Gästen einen vorgefertigten Geocaching-Parcours an. Zu finden sind die Angebote auf der Homepage der jeweiligen Tourismusorganisation.

Die Bewertung

Erlebnisfaktor:
■■ ■ ■ ■ ■ ○○ ○ ○ (6 von 10 Punkten)
Anforderungen (Fitness etc.):
Smartphone mit GPS-Empfänger und installierter Karte sowie mindestens 1.5 Stunden laufen mögen
Kosten:Keine
Anreise:Mit dem Zug oder Schiff nach Stein am Rhein. Kurzer Fussmarsch in die Altstadt.
Kinder? Altersgrenze?
Für Kinder sehr zu empfehlen. Ab ca. 7 Jahren.
Gefallen hat mir:
Es ist ein abwechslungsreicher Bummel durch die malerische Altstadt von Stein am Rhein. Beim gemeinsamen Suchen und Rätseln erfährt man nebenbei auch einige lustige und interessante Anekdoten aus der Geschichte der Stadt.
Nicht gefallen hat mir:
Die Rätselfragen sind eher simpel gestrickt und die einzelnen Geocaching-Posten liegen relativ nah beieinander. Bei der Eingabe der Koordinaten stellten sich erst ein paar technische Probleme.
Schlussbilanz:Empfehlenswert für alle mit einem Flair für Technik, die mit Kindern unterwegs sind, Spass am Rätseln haben und eine neue Stadt oder Region auf ganz andere Art entdecken wollen.

Anbieter

Stein am Rhein

swissgeocache.ch

«Espresso usser Huus»

«Espresso usser Huus»

In der Sommerserie probiert «Espresso» Ausflugs-Angebote aus und bewertet sie. Zu den Beiträgen

Downloads