Absprachen von Autohändlern: Weko reagiert auf Selbstanzeige

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen verschiedene Händler von VW, Audi, Skoda und Seat eröffnet. Der Vorwurf: Sie sollen Rabatte abgesprochen haben. Die Kommission bestätigt gegenüber «Espresso», dass sie auf eine Selbstanzeige reagiert.

Schlüsselübergabe für neues Auto

Bildlegende: Beim Autokauf gehören Rabattverhandlungen dazu. Colourbox

Beim Kauf eines Neuwagens gehört die Frage nach dem Rabatt genauso dazu wie die Probefahrt. Verschiedene Händler hätten sich nun darüber unterhalten, wie viel Rabatt sie auf Neuwagen geben sollen, sagt Dino Graf, Sprecher der Autokonzerns Amag. Der Generalimporteur der Marken VW, Audi, Skoda und Seat witterte illegale Preisabsprachen. Graf gegenüber SRF: «Die oberste Geschäftsleitung befand, das sei so vermutlich nicht korrekt, und sie platzierte eine Selbstanzeige bei der Wettbewerbskommission.»

Die Wettbewerbskommission untersucht nun, ob tatsächlich unzulässige Vereinbarungen getroffen wurden. In diesem Fall dürfte die Untersuchung schneller abgeschlossen sein als üblich, hofft Rafael Corazza, Direktor der Weko. «Das hängt davon ab, wie rasch sich der Sachverhalt klären lässt und wie kooperativ die Händler sind.»

Die Untersuchung betrifft auch die Amag selbst. Denn der Konzern importiert nicht nur Autos von VW, Audi, Skoda und Seat: Die Tochterfirma Amag Retail verkauft Autos an Endkunden. Amag-Sprecher Dino Graf erklärt: «So wie es aussieht, war auch ein Mitarbeiter von Amag Retail an den Gesprächen beteiligt.» Auf das Geschäft mit Kunden habe das aber noch keinen Einfluss gehabt.

Die Amag verspricht, die Weko-Untersuchungen «mit allen möglichen Mitteln» zu unterstützen. Der Konzern habe auch alle Händler schriftlich darüber informiert, dass er Rabatt-Absprachen nicht unterstütze und dass sich Händler nicht an allfällige Absprachen halten sollen.

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