Auto-Elektronik: Wie aus dem Billigschlitten ein Luxuswagen wird

Ein Tempomat unter der Motorhaube versteckt? In unseren Autos ist viel mehr Computer drin, als wir denken. Viele Funktionen sind jedoch nicht freigeschaltet. Im «Espresso» gibt Digital-Redaktor Reto Widmer ein Beispiel.

Parksensoren, Tempomat, Regensensoren… Moderne Autos verfügen über verschiedenste Funktionen und viel Software. Gesteuert werden diese sogenannten Aktoren mittels CAN-Bus, einem internen Netzwerk für das Auto. Der Clou: Bei vielen Fahrzeugen sind solche Aktoren eingebaut, aber im CAN-Bus nicht freigeschaltet, weil sie nur für teurere Modelle vorgesehen sind.

Ein Beispiel: Der Tempomat gehört oft nur bei teureren Modellen zum Standard. Doch auch in vielen günstigeren Autos ist er oft schon eingebaut, ohne dass es der Besitzer weiss.

Theoretisch ganz einfach

Könnte man also sein motorisiertes Fortbewegungsmittel per Knopfdruck aufmöbeln? Rein theoretisch ja, sagt SRF-Digital-Redaktor Reto Widmer im «Espresso».

Doch leider gibt es einen Haken: «Ich muss dazu die Adressen der einzelnen Komponenten meines Autos kennen, um sie im CAN-Bus anzusteuern. Nur so kann ich ihm neue Funktionen beibringen oder bestehende abändern.» Die Auto-Hersteller haben daran natürlich kein Interesse und halten diese Adressen geheim. So wird es schwierig, aus dem günstigen Auto per Mausklick einen Luxusschlitten zu kreieren.

Die SRF-Digitalredaktion möchte den Traum aber nicht ganz aufgegeben. Sie wünscht sich ein Auto, welches wie ein Computerspiel funktioniert: Fährt der Fahrer vernünftig und vorsichtig, wird er belohnt und steigt in den nächsten Level auf. Dieser hält neue Funktionen bereit, die das Auto besser machen.

Wie ein solches Auto-System aussehen könnte, zeigt die SRF-Digitalredaktion in einem Video.