Zum Inhalt springen
Inhalt

Umwelt und Verkehr Glasentsorgung nur am Wohnort: Typisch schweizerisch

Der «Espresso»-Beitrag über die Altglasentsorgung ausserhalb des Wohnortes hat für viele Reaktionen gesorgt. Die einen halten das Verbot für kleinlich, die anderen verstehen das Vorgehen der Gemeinden.

Blaue Glassammel-Container in einer Reihe
Legende: Die Altglasentsorgung rentiert für Gemeinden oft nicht. Keystone

Der Grossteil der «Espresso»-Hörer kann nicht verstehen, dass Altglas nur dort entsorgt werden kann, wo man Abfallgebühren bezahlt. «Hauptsache ist doch, dass das Glas überhaupt in die Container kommt», enerviert sich eine Hörerin in einem Kommentar auf srf.ch/konsum.

Als besonders absurd wird die Regelung dann empfunden, wenn Besucher nach einem Ausflug das Altglas eigentlich nach Hause mitnehmen müssten. Marc Valentini aus Wildhaus (SG) betreibt ein Ferienhaus und kennt das Problem. Die Annahmestelle der Gemeinde sei am Wochenende geschlossen. So würde vielfach das Altglas jedoch einfach anderswo deponiert.

Umstrittene Erhöhung der Altglasgebühren

Auf der anderen Seite sei es verständlich, dass sich die Gemeinden auf das Verursacherprinzip berufen. Am besten würden die Gemeinden darum mehr aus dem Topf der vorgezogenen Entsorgungsgebühren bekommen und dafür alles Altglas akzeptieren, schlägt Marc Valentini vor.

Das ist aber nicht so einfach. «Espresso» hat Anfangs Jahr darüber berichtet, dass die Organisation «Kommunale Infrastruktur» zwar eine Erhöhung der vorgezogenen Entsorgungsgebühren auf Glas fordert, eine solche jedoch vom Bund abgesegnet werden müsste. Der Bund aber sieht seinerseits die Gemeinden in der Pflicht, die Entsorgung kostendeckender zu organisieren.

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von André Füglister, Urdorf
    Seldwyla In der Diskussion ist schon viel Richtiges gesagt worden. Zu beachten wäre noch die Unterscheidung von festen und variablen Kosten: Der Hauptaufwand für die Gemeinde besteht darin, den Entsorgungspunkt bereitzustellen und zu warten; mengenabhängig ist der Aufwand für den Abtransport. Solange der Erlös für Altglas wenigstens den Transportaufwand deckt, verbessert jeder Glaseinwurf die Kostenrechnung für die Gemeinde. Mindestens dafür müsste die Entsorgungsbühr doch wohl reichen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Hugentobler, St.Gallen
    Ganz einfach alles in den Kehricht zuhause, Problem gelöst.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Max Meister, Olten
    Logischerweise sollte ich somit auch darauf verzichten meine Einkäufe in einer anderen Gemeinde zu tätigen, als dort wo ich Steuern bezahle.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen