Immer weniger Kinder tragen einen Velohelm

Die Zahl der Kinder unter 14 Jahren, die beim Velofahren einen Helm tragen, ist auf 60 Prozent gesunken. Schon seit fünf Jahren sind immer weniger Kinder mit Helm unterwegs. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung hält die Entwicklung für besorgniserregend.

Velohelme

Bildlegende: Die Eltern müssen ihre Kinder oft dazu überreden, Velohelme zu tragen. Keystone

Der Nutzen des Velohelms ist unbestritten. Er schützt bei einem Sturz oder Unfall vor möglicherweise lebensgefährlichen Kopfverletzungen. Deshalb erstaunt es, dass immer weniger Kinder einen Helm tragen.

Bei den Kindern unter 14 Jahren sind es 60 Prozent. Vor fünf Jahren waren es noch 70 Prozent. Seit 2009 sinkt der Anteil der Kinder, die einen Helm anziehen.

«Besorgniserregende Entwicklung»

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU), welche die Daten erhoben hat, hält den Rückgang für besorgniserregend.

Das Parlament habe 2012 ein Velohelm-Obligatorium abgelehnt – unter anderem mit dem Hinweis, dass die Helmtragequote auch ohne Pflicht ansteige. Nun zeigt die Statistik, dass die Entwicklung in eine andere Richtung geht.

Für die Erhebung hat die BFU im Frühling in der ganzen Schweiz an verschiedenen Punkten gezählt, wie viele Velofahrer einen Helm tragen. Auch insgesamt ist dabei die Tragequote gegenüber dem letzten Jahr zurückgegangen: von 46 Prozent auf 43 Prozent.

Helmtrage-Quote bei Velofahrern: In den letzten 15 Jahren hat der Anteil der Helmträger auf dem Velo massiv zugenommen, vor allem bei den Kindern. Doch seit fünf Jahren nimmt die Helmtragequote bei den Kleinsten wieder ab