Kleiderhilfe, die ankommt

Wer sicher sein will, dass seine alten Kleider weiter getragen werden oder bedürftigen Menschen zugute kommen hat mehrere Möglichkeiten: Flohmarkt, privat weitergeben oder an Kleiderhilfen von Hilfswerken abgeben.

Alternative zur Kleidersammlung existiert

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Es gibt Alternativen zur Altkleidersammlung: Man kann seine alten Kleider selber am Flohmarkt verkaufen, privat weitergeben oder der Kleiderhilfen von Hilfswerken abgeben  – zum Beispiel bei den  Kleiderspende-Diensten der Hilfswerke Caritas und dem Schweizerischen Roten Kreuz.

Caritas betreibt seit über 40 Jahren ein eigenes Sortierwerk in Waldibrücke nahe Luzern. Dort werden nach eigenen Angaben jährlich rund 650 Tonnen Altkleider sortiert.

Der Grossteil der Kleider wird für die Not- und Katastrophenhilfe im Ausland verwendet. Caritas Schweiz liefert die Kleidungsstücke an Partnerorganisationen in Osteuropa, Afrika und Lateinamerika.

Ein Teil der Kleider bleibt in der Schweiz

Drei bis vier Prozent der gesammelten Altkleider bleiben laut Hugo Fuchs, Verantwortlicher Kleiderspenden bei der Caritas, in der Schweiz. Sie kommen entweder in den «Kleiderhilfe»-Laden in Emmen, in dem Menschen mit knappem Budget einkaufen können, oder in den Secondhandladen in Waldibrücke, der für alle offen ist.

Wer Caritas Kleider zur Verfügung stellen möchte, kann dies auf unterschiedliche Wege tun: Caritas holt Kleider und Schuhe persönlich ab, nimmt sie aber auch in der Kleiderzentrale oder in regionalen Caritas-Stellen entgegen. Ausserdem befinden sich in der Stadt und Region Luzern mehrere Caritas-Sammelcontainer.

Auch die Winterhilfe Schweiz leitet abgegebene Altkleider direkt an Bedürftige weiter. Altkleider können an die Organisation geschickt oder direkt vorbei gebracht werden: Winterhilfe Schweiz, Clausiusstrasse 45, 8006 Zürich.

Das Rote Kreuz betreibt zwar keinen zentralen Sammeldienst, verschiedene Kantonalverbände führen jedoch Secondhandläden für Altkleider. Es sind dies Bern, St. Gallen, Basel-Stadt, Freiburg, Neuenburg und Genf. Die Kleidung kann in den Geschäften abgegeben werden und wird dann weiterverkauft.

« «Der Erlös dient dazu, die Tätigkeiten des Kantonalverbands mitzufinanzieren», sagt Beat Wagner, Kommunikationschef des Roten Kreuzes. »

Die Läden stehen grundsätzlich allen Personen offen – «je nach Kanton gibt es aber spezielle Regelungen für Menschen in besonders bedrängten Verhältnissen, die mit der Bestätigung eines Sozialdienstes oder einer Beratungsstelle oder nach Absprache Kleider gratis beziehen können», wie Wagner erläutert.