«L’TUR» setzt Kundennamen auf Schwarze Liste

«L’TUR» setzt Kundin wegen falschen Namens auf «Blacklist». Deshalb verpasst sie beinahe ihre Ferien.

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Bildlegende: SRF

«Ja, wir führen eine ‚Blacklist‘», gibt «L’TUR»-Sprecherin Nina Meyer zu. Nötig sei dies, da Betrüger versuchten, mit falschen Namen und gefälschten Kreditkarten die Reiseportale zu überlisten.

Eine «Espresso»-Hörerin verpasste deshalb beinahe ihre Ferien, weil sie «Francis» zum Nachnamen hiess. Will man also online beim Reiseveranstalter buchen, muss man einen Nachnamen führen, der nicht vorbelastet ist.

Kundin in die Irre geführt

Im aktuellen Falle hat sich «L’TUR» aber vermutlich eher einen Bärendienst erwiesen. «Als ich für mich und meine Frau last-minute eine Reise buchen wollte, gelangte ich mit meinen Angaben problemlos durch das Buchungsverfahren», erzählt Marc Engelhard aus Winterthur (ZH).

Als er dann aber auch noch die Koordinaten seiner Frau, die ihren Mädchennamen «Francis» behalten hatte, eingeben wollte, klappte nichts mehr. «Es erschien eine Meldung, dass die Reise nicht mehr im Angebot sei.»

Erst ein Telefonat mit dem «L‘TUR»-Kundendienst schaffte Klarheit. Der Name «Francis» sei gesperrt, hiess es dort. Ebenso der Name «Da Silva». Grund seien Gauner, die mit diesen Namen die Buchungsplattform überlisten wollten.

«Das war aus der Nachricht, die ich erhielt, überhaupt nicht ersichtlich. Ich finde das störend», so Marc Engelhard gegenüber «Espresso».

«L’TUR» gibt Fehler zu

Bei «L’TUR» wird man die Nachricht nun anpassen. «Es ist überhaupt nicht in unserem Sinne, dass uns hier Kunden verloren gehen. Wir wollen die Mitteilung anpassen», bestätigt Sprecherin Nina Meyer gegenüber des «Espresso». Allerdings seien im letzten Jahr bloss 10 Kunden betroffen gewesen.

Für das Ehepaar Engelhard-Francis gab es zum Schluss ein Happy End. Das Telefonat mit «L’TUR» brachte die erhoffte Klärung, die beiden sind momentan in den wohlverdienten Ferien.