Schweinemast-Verband reagiert auf quälerische Blutfarmen

Der «Kassensturz»-Beitrag vor vier Wochen über tierquälerische Blutfarmen hat Folgen: Der Schweizer Schweineverband Suisseporcs verzichtet auf ein Hormon zur Brunft-Kontrolle. Dieses wird aus dem Blut von Stuten gewonnen, denen wöchentlich 10 Liter Blut abgezapft wird.

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Schweinezüchter reagieren auf quälerische Pferde-Blutfarmen

2:24 min, aus Kassensturz vom 27.10.2015

Sie werden geprügelt, ausgeblutet und ausgemergelt. Die tausenden von Stuten auf den Blutfarmen in Südamerika. Doch nicht genug: da die Stuten nur zu Beginn der Trächtigkeit das begehrte Hormon PMSG produzieren, leiten Arbeiter den Abort gewaltsam ein.

Über die Recherchen des Tierschutzbundes Zürich in Uruguay und Argentinien hat «Kassensturz» am 29. September 2015 berichtet. Ebenso wo das Hormon schlussendlich landet: In europäischen und Schweizer Tierarzneimitteln, die nur dazu dienen, dass Zuchtschweine schneller und gleichzeitig brünstig werden.

Aufruf an die Züchter

Schweine-Mediziner und Schweine-Züchter reagierten gleichermassen: Von den Herstellungs-Methoden hätten sie nichts gewusst. Der Präsident von Schweizerischer Verband der Schweinezüchter und –Produzenten, Meinrad Pfister, versicherte im «Kassensturz»-Studio, dass sein Verband, Suisseporcs, das nicht tolerieren werde.

Tatsächlich: Nach eigenen Abklärungen beim Hersteller handelt Suisseporcs nun. Gegenüber «Kassensturz» versichert Pfister zudem: «Wir lassen es nicht zu, dass mit Tierarzneimitteln, die unter solch fragwürdigen Bedingungen hergestellt werden, unser Ruf kaputt gemacht wird.»

Präsident vertraut auf seine Mitglieder

Suisseporcs ruft nun alle Tierärzte und Sauenhalter dazu auf, keine solchen Medikamente, die mit Stutenblut hergestellt werden, mehr einzusetzen.

Meinrad Pfister, der selbst Schweine für das Migros-Label Terrasuisse züchtet, glaubt daran, dass sich alle Schweizer Verbandsmitglieder daran halten werden: «Zusammen mit den Tierärzten können wir unsere Sauenhalter überzeugen, dass sie davon Abstand halten.»

Nur in begründeten Fällen könne es Sinn machen, der Brunst nachzuhelfen. Dann aber nicht mit Medikamenten aus Stutenblut, sondern mit synthetisch hergestellten Medikamenten. Die wären sicherlich auch brauchbar, wenn man sie nur richtig anwendet, sag Pfister.

Dieser «Kassensturz»-Beitrag führte zum Hormon-Stopp

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Neue Pferdequälerei: Stuten leiden für unser Schweinefleisch

18 min, aus Kassensturz vom 29.9.2015

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