Umstrittene Parkgebühren für Auswärtige

Autopendler bezahlen in verschiedenen Schweizer Städten einige hundert Franken mehr für eine Jahresparkkarte als Einheimische. Auch der Luzerner Stadtrat will die Autopendler stärker zur Kasse bitten. Viele «Espresso»-Hörer befürworten diese Praxis.

Höhere Parkgebühren für Auswärtige als für Einheimische: Dies ist in einigen Schweizer Städten wie Basel, St. Gallen oder Biel bereits Realität. Bei «Espresso»-Hörern stösst dies grösstenteils auf Verständnis.

Viele argumentieren in Kommentaren damit, dass die Auswärtigen ja keine Steuern bezahlen würden. Wenn nicht mehr so viele Autofahrer in die Städte fahren würden, gäbe es auch weniger Stau schreibt eine Hörerin in ihrem Internet-Kommentar.

Fredi Steffen aus Horw (LU) ärgert sich darüber, dass Pendler aus den steuergünstigen Halbkantonen Ob- und Nidwalden ihre Autos tagelang in der Stadt Luzern parkieren würden: «Sie sollen mehr bezahlen oder mit dem öffentlichen Verkehr zu Arbeit kommen.»

Gerechtes Vorgehen - oder doch Abzocke?

Es gibt aber auch Stimmen, die ein solches Vorgehen nicht gut finden. Statt Solidarität sei Abzocke Trumpf, schreibt ein Hörer aus Buochs NW: «Den Autofahrern zieht man in Luzern das Geld aus der Tasche. Dass ich in drei Jahren 80'000 Franken Schulgeld nach Luzern gebracht habe, interessiert jedoch niemanden.»

Ein anderer Kommentator findet, dass die Bevorzugung der Einheimischen gegen das Grundgesetz verstosse, wonach alle Bürger vor dem Gesetz gleich sein sollen.