Viele Pannen-Dreiecke sind pannenanfällig

Wer ein Pannen-Dreieck aufstellen muss, ist oft gefordert: Die modernen Warndreiecke sind filigran, kompliziert aufzuklappen und empfindlich. «Espresso» hat verschiedene Produkte auf die Probe gestellt.

Die Schweiz hat in den 90er-Jahren die Bestimmungen für Autozubehör gelockert. Die Standards wurden der EU angepasst. Seither bestehen Pannen-Dreiecke aus einem schmalen Plastikdreieck mit einem Ständer aus dünnem Metall. Die alten stabilen Modelle werden bei Neuwagen nicht mehr mitgeliefert.

Doch wie schnell ist ein solches neues Warnzeichen aufgestellt? Drei «Espresso»-Redaktoren haben gängige Produkte von Tankstellen-Shops und Grossverteilern getestet. Das erste Dreieck stand nach 1 Minute. Das letzte nach 6 Minuten. Zu lange für einen Notfall.

In den Abfall nach einmaligem Gebrauch

Francesco Greco vom Touring Club Schweiz TCS stört sich: «Die Dreiecke sind relativ günstig gemacht. Ein modernes Dreieck hat einen Wert von rund 10 Franken. Ein altes, stabiles war rund drei Mal teurer.»

Die schlechte Qualität bestätigt Stefan Christen vom Kuhn Pannendienst in Zürich: «Wir haben rund 50 Einsätze pro Tag und beobachten regelmässig, wie instabil die Pannen-Dreiecke sind. Viele müssen nach einmaligem Benützen weggeworfen werden. Gerade bei einer Panne oder einem Unfall sind sie alles andere als praktisch.»

Stefan Holenstein vom Automobil Club Schweiz ACS empfiehlt: «Es lohnt sich, bei einem neuen Auto das Pannen-Dreieck einmal auszuprobieren. Wenn ein Fahrer den Eindruck hat, dass das Dreieck schnell kaputt geht, sollte er es ersetzen oder sich beim Hersteller beklagen. Die Automarken haben in ihren Shops oft noch die alten, stabilen im Sortiment.»