Black-Box Pensionskasse: Wissenslücken sind gross

Eine aktuelle Studie zeigt: Schweizerinnen und Schweizer befassen sich zwar mehr mit ihrer beruflichen Vorsorge als auch schon, gleichzeitig klaffen aber teilweise grosse Wissenslücken. «Espresso» stopft diese und klärt die wichtigsten Fragen. Mit anschliessendem Live-Chat.

Ein Rentner-Ehepaar sitzt auf einer Bank vor einem See

Bildlegende: Immer mehr Schweizer informieren sich besser über ihre Altersvorsorge. Colourbox

Die Schweizer Bevölkerung wird immer älter, die Kassen der beruflichen Vorsorge müssen sich für die Zukunft rüsten. Und auch die Schweizerinnen und Schweizer machen sich vermehrt Gedanken über ihre Pensionskassengelder. Das verdeutlicht eine neue Umfrage der AXA Investment Managers Schweiz AG.

Mindestalter für Beitragszahler soll gesenkt werden

Fast drei Viertel der Befragten bekunden ein grundsätzliches Interesse am Thema Pensionskasse. Die meisten, die sich nicht mit diesem Thema befassen, geben an, dass sie noch zu jung dafür sind oder dass das Thema zu komplex ist. Die Studie zeigt ausserdem, dass sich die Befragten für umso besser informiert halten, je älter sie sind.

Immerhin jeder Vierte ist laut Studie bereit, länger – also über das aktuell gültige Rentenalter – zu arbeiten. Am meisten Anklang findet weiterhin der Vorschlag, das Mindestalter für die Beitragspflicht zu senken.

Heute ist es so, dass die 18- bis 24-Jährigen bereits gegen Tod und Invalidität versichert sind, aber erst ab dem 25. Altersjahr Beiträge bezahlen müssen. Gegenüber den Vorjahren ist zudem die Bereitschaft gestiegen, höhere Beiträge zu leisten. Erstmals über die Hälfte der Befragten kann sich diese Massnahme vorstellen. Weniger beliebt ist nach wie vor das Thema Rentenkürzung.

Viele Frauen kennen ihr Pensionsalter nicht

Die Auswertung der Wissensfragen brachte teilweise erstaunliche Ergebnisse zu Tage. So kennen nur 60 Prozent der Frauen ihr offizielles Rentenalter. Und: Fast ein Viertel aller Befragten weiss nicht, bei welcher Pensionskasse ihr Geld liegt.

Ein weiteres Beispiel: 51 Prozent nehmen fälschlicherweise an, dass ihnen das provisorische Alterskapital (angegeben auf dem Versicherungsausweis) auf jeden Fall zusteht. Auch ist nur rund der Hälfte bekannt, wie die jährliche Rente berechnet werden kann.

Fazit: Auch wenn das Interesse an der Pensionskasse gegenüber den Vorjahren gestiegen ist, gibt es immer noch viele Wissenslücken zu schliessen. Und genau das macht das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Am Donnerstagmorgen räumte Pensionskassen-Experte Martin Hubatka im «Espresso» die häufigsten Irrtümer aus dem Weg. Anschliessend beantwortete er im Live-Chat Ihre Fragen.