Prämienerhöhung Mitte Jahr: Trotzdem sparen

Ein Schock für Zehntausende: Ihre Krankenkasse schlägt als Notmassnahme bereits Mitte Jahr auf. Das ist zwar ärgerlich, aber vom Gesetz her zulässig. Und es hat auch seine gute Seite: Die betroffenen Versicherten dürfen jetzt schon ihre Kasse wechseln und können so trotz Prämienanstieg sparen.

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Prämienerhöhung Mitte Jahr: Trotzdem sparen

1:32 min, aus Kassensturz vom 18.5.2010

Über 60'000 Versicherte haben in den letzten Tagen unangenehme Post erhalten: Ihre Krankenkassenprämien steigen, unter dem Jahr, per 1. Juli 2010. Es trifft die Versicherten der Krankenkassen Provita und Sanatop. Diese beiden Kassen erhöhen die Prämien, um zu grosse Verluste zu verhindern. Das ist gemäss Bundesamt für Gesundheit gesetzlich erlaubt. Es gibt aber auch eine gute Nachricht für die Prämienzahler: Sie haben nämlich das Recht, in der Grundversicherung auf Anfang Juli zu einer günstigeren Kasse zu wechseln.

Vergleichen lohnt sich

Eine Familie, die von diesem Prämienaufschlag per Juli betroffen ist, ist die Familie Bloch aus Derendingen im Kanton Solothurn. Die Eltern Monika und Peter Bloch sind bei der Provita versichert. «Kassensturz» hat nachgerechnet: Bei der Provita hat das Ehepaar Bloch für die Grundversicherung bisher 395.20 Franken bezahlt. Neue Prämie per 1. Juli: 445 Franken. Wenn sie jetzt zu Sanagate wechseln würden, zahlen sie 394.70 Franken – für die gleichen Versicherungsmodelle mit den gleichen Franchisen. In einem halben Jahr könnten Monika und Peter Bloch so 301.80 Franken sparen.

Fristgerecht kündigen

Wichtig für alle Versicherten, die jetzt wechseln wollen wegen dem Prämienaufschlag, ist die Einhaltung der Kündigungsfrist von einem Monat. Das Kündigungsschreiben muss also spätestens am 31. Mai 2010 abgeschickt werden, damit der Wechsel auf den 1. Juli 2010 zu einer günstigeren Krankenkasse klappt.