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Testsieger Tracking-Blocker im Test: Diese schütteln Verfolger im Netz ab

Beim Surfen im Internet saugen sogenannte Tracker fleissig Informationen über uns ab. Mit Tracking-Blockern kann man diesen Spionen Einhalt gebieten. Sie sind kostenlos und einfach zu installieren. Erfahren Sie hier, welche der zehn getesteten Blocker Ihre Privatsphäre am besten schützen.

Mann arbeitet an einem Laptop, darunter die Logos von Tracking-Blockern.
Legende: Die meisten Tracking-Blocker sind kostenlos und bringen klar mehr Privatsphäre. Colourbox/Collage SRF

Tracking findet auf fast jeder Internetseite statt. Im aktuellen Test fand «Stiftung Warentest» zum Beispiel allein auf einer Seite 73 sogenannte Tracker. Mit ihnen sammeln Firmen Daten über den Webseitenbesucher, zum Beispiel seine Verweildauer, sein Computer-Betriebssystem, sein Standort oder die Adressen der vorher besuchten Seiten.

Tracker sorgen für einen «gläsernen Surfer»

Über die Jahre kommen so grosse Datenmengen zusammen, aus denen umfangreiche Persönlichkeitsprofile erstellt werden können: Die Vorlieben des Nutzers, seine finanzielle Lage, sein Beziehungsstatus, gesundheitliche Probleme und so weiter.

10 Logos.
Legende: Die getesteten Blocker. Stiwa

Damit lässt sich Werbung immer mehr personalisieren, der Nutzer jedoch bezahlt mit seiner Privatsphäre. Aber das Tracking birgt noch andere Nachteile: Einige Trackingmethoden basieren auf Programmiersprachen, die anfällig auf Computerviren sind. Und nicht zuletzt verlangsamen solche Trackingprogramme auch die Surfgeschwindigkeit.

Doch dagegen lässt sich etwas tun: Sogenannte Trackingblocker schränken die Fähigkeit von Firmen ein, unseren Computer auszuspionieren. «Stiftung Warentest» hat zehn Blocker getestet. Die Basisversion ist jeweils kostenlos, die meisten sind auch für Nutzer mit normalen Computerkenntnissen leicht zu handhaben.

So wurde getestet:

Im Test waren neun aktuelle, kostenlose Tracking-Blocker für die Browser Chrome und Firefox.
Geprüft wurden sie auf einem Computer mit dem Betriebssystem Windows 10.
Zusätzlich prüfte «Stiftung Warentest» den Cliqz-Browser – einen separaten Browser, der Trackingblockerfunktionen verwendet.
Auf zwölf populären Internetseiten wurde untersucht, in welchem Umfang die Blocker zu einer Verringerung der Tracker-Anzahl führen und ob die Blocker Einschränkungen beim Surfen verursachen.
Drei Experten bewerteten die Installation, die Konfiguration und den täglichen Gebrauch.

Geringer Aufwand, hoher Ertrag

Die Basisversionen der getesteten Tracking-Blocker sind kostenlos, ihre Installation dauerte nicht einmal eine Minute. Zar unterscheiden sich die Blocker in Sachen Effizienz deutlich, «Stiftung Warentest» kommt aber zum Schluss: «Egal, welches der zehn Programme man installiert, jedes einzelne verbessert die Privatsphäre im Netz.» Ausserdem lassen sich die meisten Tracking-Blocker in den Einstellungen verändern, sodass man jederzeit schärfer oder auch zurückhaltender blockieren kann.

Die Empfehlung für Normalnutzer

Hier die vier Tracking-Blocker, die bei der Handhabung für Normalnutzer «sehr gut» abgeschnitten haben:

  • uBlocking Origin (verfügbar für Chrome, Edge, Firefox, Safari)
    Bemerkungen: Bester Blocker im Test. Gute Ballance aus Schutzfunktionen und geringen Surf-Einschränkungen. Sehr variabel. Allround-Schutz gegen Tracking, Schädlinge und Werbung. Vermindert die Zahl der Tracker intensiv (Basisfunktion erreichte eine Verminderung von 77 Prozent). Sehr viele Einstellungsmöglichkeiten für erfahrene Nutzer, dennoch auch für Normalnutzer sehr leicht zu bedienen.
  • Cliqz Add-on (verfügbar für Firefox)
    Bemerkungen: Sehr leicht zu bedienen, blockiert nicht die Tracker an sich, sondern die Übertragung personenidentifizierbarer Daten. Mit der Grundeinstellung blockiert der Cliqz-Blocker wenig, er bietet aber viele Einstellungsmöglichkeiten.
  • Internetbrowser Cliqz-Browser
    Bemerkungen: Hier handelt es sich um einen Browser mit Trackingblocker-Funktionen. Sehr leicht zu bedienen. Blockiert nicht die Tracker an sich, sondern die Übertragung personenidentifizierbarer Daten. Mit der Grundeinstellung blockiert der Browser wenig und er erhöht die Datenmenge etwas, warum der Seitenaufbau minimal länger dauern kann.

Quelle: «Stiftung Warentest» Ausgabe 09/2017
(Der detaillierte Test kann auf test.de, Link öffnet in einem neuen Fenster kostenpflichtig heruntergeladen werden)

Legende: Video Antiviren-Programme im Test: Nur eines schützt sehr gut abspielen. Laufzeit 12:14 Minuten.
Aus Kassensturz vom 31.03.2015.

Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

Tipps:

  • Auf jedem Gerät und jedem Browser einen Blocker installieren.
  • Finden Sie den goldenen Mittelweg: Je stärker die Programme blockieren, desto mehr Einschränkungen treten auf. Bei zu «scharfem» Vorgehen, kann es sogar zu Funktionsverlusten kommen.
  • Deshalb: Am besten sanft (mit Grundeinstellungen) anfangen und langsam aufbauen.

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