Velobörsen: Schnäppchen ohne Garantie

Rund hundert Velobörsen landauf und landab werden in der Schweiz in jedem Frühjahr veranstaltet. «Espresso» besuchte eine Velobörse und zeigt, worauf es beim Kaufen und Verkaufen eines gebrauchten Fahrrads ankommt.

 

 

Stehplatz in der zweiten Klasse statt Sitzplatz in der ersten Klasse

«Espresso»-Hörerin Annette Lepple hat an einem schönen Tag mit Bekannten eine Schifffahrt auf dem Thunersee geplant. Da das Schiff bis auf den letzten Platz besetzt war, musste die Reisegruppe trotz Billet für die erste Klasse mit einem Stehplatz in der zweiten Klasse vorliebnehmen. Laut Rechtsexpertin Doris Slongo hätte Frau Lepple die Preisdifferenz zwischen erster und zweiter Klasse gleich an Bord des Schiffes zurückverlangen können.

Beiträge

  • Es ist Velobörsen-Saison

    Das Schnäppchen an der Velobörse

    Ein Occasionsvelo an der Velobörse kaufen lohnt sich. Beim Kauf entscheidend sind aber nicht Farbe und der erste Eindruck, sondern handfeste Kriterien wie intaktes Tretlager, funktionierende Bremsen und richtige Grösse. Garantien gibt es keine, aber eine Beratung vor Ort ist möglich.

    In der Schweiz gibt es rund hundert Velobörsen. Die meisten sind von den regionalen Vertretungen der Pro Velo organisiert.

    Jürg Oehninger

  • Stehplatz in der zweiten Klasse statt Sitzplatz in der ersten...

    «Espresso»-Hörerin Annette Lepple wollte mit Bekannten eine Schifffahrt auf dem Thunersee unternehmen. Gelöst hatte sie Billets für die erste Klasse. Doch alle Plätze in der ersten Klasse waren besetzt. Die Reisegruppe fand lediglich Stehplätze in der zweiten Klasse vor.

    Billete für Schiff- oder Zugfahrten sind in der Regel nicht für nummerierte Sitzplätze ausgestellt. Laut Rechtsexpertin Doris Slongo hatten Frau Lepple und ihre Begleiter so auch keinen Anspruch auf einen Sitzplatz. Anders wäre die Lage gewesen, wenn Frau Lepple auf dem Schiff eine Sitzplatzreservierung hätte vorweisen können. In diesem Fall hätte die Besatzung des Schiffs dafür sorgen müssen, dass die reservierten Plätze frei sind.

    Matthias Schmid