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Geld Vergessene Pensionskassen-Gelder: So forschen Sie nach

Wer oft die Stelle wechselt, dem kann es passieren, dass Gelder aus der Pensionskasse vergessen gehen. Um diese Gelder zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Auch private Firmen suchen danach, dieser Service kostet jedoch.

Grundsätzlich sind die Pensionskassen gesetzlich dazu verpflichtet, das Guthaben von austretenden Mitarbeitern an die nächste Pensionskasse zu überweisen. Wenn die Pensionskasse jedoch keine Angaben bekommt, wohin das Geld überwiesen werden soll, dann parkiert sie es nach spätestens zwei Jahren auf einem Freizügigkeitskonto bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Arbeitnehmer für Überweisung verantwortlich

Insgesamt gelten in der Schweiz 780'000 Konten der Altersvorsorge als kontaktlos, das heisst, die Vorsorgeeinrichtung kann die Besitzer nicht kontaktieren. 2017 schlummern auf diesen Konten 4,5 Milliarden Franken.

Verantwortlich für das Umleiten der Pensionskassengelder ist der Versicherte selbst. «Häufig funktioniert das nicht bei Angestellten aus dem Gastgewerbe oder der Baubranche», sagt Daniel Dürr, Geschäftsführer Sicherheitsfonds der Zentralstelle 2. Säule, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Viele Nachforschungen führen zum Erfolg

«Gerade bei Ausländern wie Saisoniers oder Expats, die für ein paar Monate oder Jahre in der Schweiz arbeiten und wieder in ihr Heimatland zurückkehren, ist es schwierig. Da sie unser Sozialsystem nicht kennen, vergessen sie ihr Pensionskassengeld.»

Wer nach allfälligen vergessenen Pensionskassengelder sucht, kann bei der Zentralstelle 2. Säule ein kostenloses Gesuch stellen. «Dazu braucht es nur Name, Adresse, Geburtsdatum und die AHV-Nummer in ein Formular (PDF) einzufüllen und abzuschicken», sagt Daniel Dürr. Diese Suche ist gratis.

Banken, Versicherungen und die Auffangeinrichtung BVG müssen der Zentralstelle kontaktlose und vergessene Vorsorgeguthaben melden. «Pro Woche gehen bei uns knapp 500 Nachforschungs-Gesuche ein», sagt Daniel Dürr. Bei über 40 Prozent der Gesuche findet die Zentralstelle kontaktlose oder vergessene Guthaben.

Auch professionelle Sucher können beauftragt werden

Es gibt aber auch private Firmen, die professionell nach vergessenen Guthaben suchen. Beispielsweise die Firma Argus Investment. Die Suche nach den vergessenen PK-Geldern ist gratis.

Wer das gefundene PK-Geld in seine aktuelle Pensionskasse einzahlen will, der muss der Argus Investment 100 Franken bezahlen. «Diese Überweisung kann der Kunde auch selber veranlassen, dann kostet es nichts», sagt der Argus Investment-Geschäftsführer Bruno Kälin.

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