Versteckte Bankgebühren gehören den Kunden

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  • Versteckte Bankgebühren gehören den Kunden

    Wenn Banken ihren Kunden Anlagefonds verkaufen, kassieren sie versteckte Provisionen der Fondsanbieter. Das Bundesgericht hat heute in einem wegweisenden Urteil entschieden: Diese Provisionen gehören den Kunden.

    Viele Bankkunden haben auf ihrem Wertschriftenkonto Anlagefonds oder strukturierte Produkte. Was viele Kunden nicht wissen: Die Banken kassieren von den Fondsanbietern versteckte Kommissionen, so genannte Retrozessionen.  

    Das Bundesgericht hat im Fall eines UBS-Kunden entschieden: Diese Kommissionen gehören den Kunden. Bisher haben sich die Banken auf den Standpunkt, bei diesen Kommissionen handle es sich um Entschädigungen der Fondsleitung für Aufgaben, welche die Bank ausführe.

    Christian Schürer & Magnus Renggli

  • Falscher Preis am Etikett – Was gilt?

    Als Ivana Ilic Ende September im Zara im Glattzentrum in Zürich an der Kasse steht, staunt sie nicht schlecht: Die Jacke, die sie kaufen will, kostet plötzlich 149.-, statt wie auf dem Etikett angegeben 99.90.

    Man habe den Preis falsch angeschrieben, heisst es - und Frau Ilic muss den höheren Preis bezahlen.

    Doch rechtlich ist es klar: Was auf dem Etikett steht, gilt. Der Konsument muss nicht für einen Fehler des Geschäfts bezahlen. «Konsumentinnen und Konsumenten dürfen sich darauf verlassen, dass sie diesen Preis bezahlen müssen, der auf oder beim Produkt angegeben ist», sagt Gabriela Baumgartner, Espresso-Rechtsexpertin.

    Katharina Locher

  • Wichtiges zum Arbeiten im Pensionsalter

    Wer im Pensionsalter weiter arbeiten will, muss speziell bei der Altersvorsorge einige Punkte beachten. Bei 1., 2. und 3. Säule ist beispielsweise ein Aufschub möglich.

    Der Arbeitsvertrag kann, wenn gewünscht, normal weiterlaufen. Ausser es ist darin festgehalten, dass er nur bis zur ordentlichen Pensionierung gilt.

    Die AHV kann um maximal 5 Jahre hinausgeschoben werden. Vorsorge-Experte Florian Schubiger von «VermögensPartner» empfiehlt dies jedoch unter normalen Umständen nicht. Ein Aufschub lohne sich nur, wenn man damit rechne, sehr alt zu werden, oder wenn man sich während des Aufschubs in einer sehr hohen Steuerprogression befinde. Wer über die Pensionierung hinaus arbeitet, muss dies der AHV melden. Nach Erreichen des ordentlichen Pensionsalters gilt bei der AHV ein Freibetrag von 16‘800 Franken. Erst ab diesem Einkommen müssen AHV-Beiträge bezahlt werden.

    Oliver Fueter