Verwirrung um Bettelbrief

Mysteriöser Briefumschlag und fremde Kontonummer: Die aktuelle Spendenaktion der Hilfsorganisation Médecins sans frontières verunsichert mehr als dass sie für Goodwill sorgt.

Logo Médecins sans frontières.

Bildlegende: Dieser Absender sorgte mit seinem Couvert für Verwirrung. Keystone


Konsumnachrichten

3:04 min, aus Espresso vom 28.03.2017

«Vielen Dank im Voraus! Thomas» - so hat die Hilfsorganisation «Médecins sans frontières» ihren aktuellen Bettelbrief beschriftet und millionenfach verteilt. Wer ist dieser mysteriöse Thomas, fragen sich die Empfänger? Bei langjährigen Spendern sorgt zudem die Tatsache für Skepsis, dass der Bettelbrief eine andere Kontonummer aufweist als die üblichen Gönneraufrufe der Hilfsorganisation. «Stecken hier etwa Betrüger dahinter?», fragen sich einige Hörerinnen und Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso».

«Nächstes Mal anders»

Die «Ärzte ohne Grenzen» beruhigen: Man habe für solche grossangelegte Spendenaktionen jeweils ein eigenes Konto, um festzustellen, was die Aktion konkret bringe, erklärt Mediensprecher Marc-André Pradervand. Also keine Betrugsmasche. Beim geheimnisvollen Thomas handle es sich um Thomas Nierle, Präsident von MSF-Schweiz.

Pradervand räumt aber ein, es hätten sich auch einige verwirrte Empfänger bei der Organisation gemeldet. Nicht zuletzt auch, weil sie wegen des Briefumschlags irritiert gewesen seien. Fazit: «Nächstes Mal werden wir es anders machen.»

Sendung zu diesem Artikel