Von der Apotheke in den Sondermüll

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  • Von der Apotheke in den Sondermüll

    Jedes Jahr werden in der Schweiz tonnenweise Medikamente weggeworfen. Was viele Leute nicht wissen: Medikamente dürfen nicht ins Waschbecken oder in den privaten Abfall geworfen werden. Medikamente gehören zurück in die Apotheke. «Espresso» sagt, was dann passiert.

    Die Firma EcoServe International aus Buchs (AG) fährt jeden Tag durch die Schweiz und sammelt bei Apotheken und Drogerien Medikamente ein, die nicht mehr gebraucht werden. Laut Frank Zaugg von EcoServe kommen schon in der Apotheke einer kleinen Gemeinde mehrere hundert Kilo jährlich zusammen. Die Apothekerin Regula Padeste von der Gotthard Apotheke Thalwil (ZH) spricht von einer Überfluss-Gesellschaft: «Manchmal bekommt man Schachteln, von denen nur ein oder zwei Tabletten gebraucht wurden, das ist die totale Verschwendung.» Manche Apotheker geben den Ärzten die Schuld dafür, dass Medikamente im Abfall landen. Hinter vorgehaltener Hand heisst es, Ärzte, die selbst Medikamente abgeben, würden ihren Patienten zu wenig erklären, wofür das Mittel sei.

    Muriel Jeisy

  • Verzichten: Aller Anfang ist leicht

    Noch ein letzter Vanillepudding, ein letztes Fasnachts-Schenkeli - dann war Schluss: Elise Bregy aus Raron (VS) verzichtet seit Mittwoch auf Süsses. Der Einstieg in die Fastenzeit fiel ihr nicht schwer.

    Auch Hansruedi Seiler und Dorette Steinmann berichten in der «Espresso»-Serie über positive Verzichtserfahrungen.

    Dorette Steinmann aus Kirchberg (SG) verzichtet auf Alkohol. Zum Beispiel auf das gelegentliche Glas Wein vor dem Cheminée. Der Verzicht hat sie bereits auf neue Ideen gebracht. So hat sie ihre alten Englisch-Bücher hervorgeholt, um ihre Fremdsprachenkenntnisse aufzufrischen.

    Eine der drei Hörerinnen und Hörer, die «Espresso» durch die Fastenzeit begleitet, hat bereits zu Beginn die Tage bis Ostern gezählt. Mit überraschendem Resultat: Statt 40 Tage, wie man immer sagt, dauert die Fastenzeit laut ihrer Rechnung im aktuellen Schaltjahr 46 Tage. Die Erklärung dafür liefert das katholische Hilfswerk Fastenopfer: «Bei den 40 Tagen werden die Sonntage nicht mitgezählt. Jeder Sonntag gilt als kleine Auferstehungsfeier.»

    Tobias Fischer