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Lawinengefahr Vorsicht abseits der gesicherten Pisten

Legende: Audio Vorsicht abseits der gesicherten Pisten abspielen. Laufzeit 05:49 Minuten.
05:49 min, aus Espresso vom 02.03.2018.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Immer mehr Wintersportlerinnen und Wintersportler erkunden unberührte Winterlandschaften mit Schneeschuhen oder Tourenskiern. Abseits gesicherter Pisten ist besondere Vorsicht geboten.
  • Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung BfU kommen jedes Jahr durchschnittlich zwei Schneeschuhläufer und 18 Tourenfahrer ums Leben, die meisten davon in Lawinen.
  • Der Schweizer Alpen Club SAC und die BfU erinnern vor der Tourensaison im Frühling daran, dass auf Ski- und Schneeschuhtouren Lawinenverschütteten-Suchgerät LVS, Schaufel, Sonde und Smartphone immer dazugehören.
  • Bei der Tourenvorbereitung unerlässlich ist auch die Auseinandersetzung mit den aktuellen Schneeverhältnissen und Lawinengefahrenstufe. Das Tourenziel muss dem eigenen Können und der Kondition angepasst werden.

Jedes Jahr kommen in den Schweizer Bergen durchschnittlich 18 Skitourenfahrer und zwei Schneeschuhwanderer ums Leben, meistens in Lawinen. Deshalb erinnern der Schweizer Alpenclub SAC und die Beratungsstelle für Unfallverhütung BfU vor der Frühlingstourensaison daran, dass abseits der gesicherten Pisten zwingend die Notfallausrüstung mitzuführen ist.

Dazu gehört gemäss Monique Walter von der BfU neben dem Lawinenverschüttetensuchgerät LVS, einer Sonde und einer Lawinenschaufel auch ein geladenes Smartphone. Zudem empfiehlt die Wintersport-Spezialistin, sich vorher eingehend mit der Lawinensituation auseinanderzusetzen und die beabsichtigte Tour im Internet auf der Plattform «skitourenguru.ch» vorzubereiten.

Schneeschuhwanderer nur auf WT1-Touren ohne LVS sicher

Bruno Hasler, Bergführer und Rettungsspezialist beim Schweizer Alpenclub SAC, erinnert daran, dass Schneeschuhwanderer nur auf den mit «WT1» gekennzeichneten Wintertouren ohne Notfallausrüstung unterwegs sein sollten. «Auf höher eingestufte Touren sollten LVS, Sonde und Schaufel sowie das Smartphone immer dabei sein», meint Hasler.

«Wenig Schnee heisst nicht geringe Lawinengefahr»

Der Sicherheitsprofi Hasler räumt auch mit einem anderen Missverständnis auf: Viel Schnee bringe nicht zwingend eine grosse Lawinengefahr mit sich. «Entsprechend heisst wenig Schnee auch nicht geringe Lawinengefahr», meint Hasler. Bei wenig Schnee und dünnen Schneeschichten sei die Gefahr, auf eine schlecht verbundene Schicht zu kommen, grösser als wenn wie im Moment viel Schnee liege. Auch dürfe die Notfallausrüstung nicht zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen.

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