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«Espresso Aha!» Warum eine Kreditkarte so gross ist wie sie ist

Bankkarten, Kreditkarten, Identitätskarten, Führerausweise: Alle diese Kärtchen sind exakt gleich gross, nämlich 85,6mm x 53,98mm. Und: Sie sind 0,76 Millimeter dick. Warum ist das so? «Espresso-Aha!» hat die Antwort gesucht.

Legende: Audio «Espresso-Aha!»: Warum eine Kreditkarte so gross ist wie sie ist abspielen. Laufzeit 3:24 Minuten.
3:24 min, aus Espresso vom 26.09.2016.

Verantwortlich für diese Masse ist die ISO, die Internationale Organisation, die einheitliche Normen und Standards bestimmt. Sie hat vor rund 50 Jahren die exakte Länge, Breite und Dicke einer solchen Karte definiert, unter anderem auch, damit solche Karten auch in alle Automaten passen.

Muster seien die bewährten Scheckkarten gewesen, die damals schon zahlreich im Umlauf waren, erklärt Jerry Granger, ISO-Berater und viele Jahre bei der Royal Bank of Scotland für die Kreditkarten-Entwicklung zuständig. Weshalb genau diese Masse gewählt wurden, kann aber auch er nicht sagen. Sie liegen jedenfalls nahe am berühmten «Goldenen Schnitt», dem idealen Verhältnis von Länge zu Breite.

Erfindung aus einer peinlichen Situation

Erfinder des bargeldlosen Zahlungsverkehrs soll übrigens der amerikanische Geschäftsmann Frank McNamara gewesen sein. Angeblich soll er beim Geschäftsessen in einem Diner sein Portemonnaie vergessen haben. Aus dieser peinlichen Situation sei in den 1950er-Jahren der Checkkarten-Club Diners Club entstanden, so die offizielle Version des Unternehmens.

Laut einem Artikel im NZZ-Folio ist dies aber nur eine Legende, ausgedacht von der PR-Abteilung McNamaras. Jedenfalls sind daraufhin immer mehr Hersteller auf den Zug aufgesprungen und haben erst Scheckkarten und dann Kreditkarten aus Plastik vertrieben.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Schrag (Hüo)
    Ich habe die Beziehung zu GB/US-Zoll =25,4 mm berechnet. Dabei gibt es in allen Dimensionen irrattionale Werte. Diese Beziehung war auch die Ursache der Mirage-Affäre. Der Entscheid Mirage-USElektronik war im Prinzip richtig. Die Goldlaubherren der kriegstechn. Abteilung, ev. der Gstchef selbst, entschieden , dass die Massangaben der US-Zeichnungen Centimeter zu sein haben und sehr gut in das Flugzeug passten. Als das US-Material geliefert wurde war dieses in allen Richtungen 2.54 mal zu gross!!
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    1. Antwort von Kurt Schrag (Hüo)
      Da die hohen Herren dank ihrer Befehlsgewalt alles wussten, haben sie die Fachleute des Flugzeugwerkes Emmen mit höchster Geheimhaltung ferngehalten. NR, später BR Furgler hat in Mirage-Bericht dies nur auf einer Zeile bemerkt ohne der Ursache nachzugehen. Daneben hat er einen gewaltigen Schaumberg produziert, wohl um den Gstchef -KK(heute CVP)-Parteikollegen, aus der Schusslinie zu nehmen!
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