Weniger Farbstoffe in Nahrungsmitteln

Beiträge

  • Weniger Farbstoffe in Nahrungsmitteln

    Das Bundesamt für Gesundheit BAG will die zulässigen Höchstmengen für Farbstoffe in Gummitierchen, Pudding, Glacé, Süssgetränken oder Aufschnitt senken. Konkret sind die Farben Chinolingelb (E 104), Gelborange (E 110) und Ponceau (E 124) betroffen.

    Das BAG reagiert auf die neusten Erkenntnissen aus der EU an und will seine Zusatzstoff-Verordnung auf Sommer 2013 entsprechend anpassen.

    Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS begrüsst den Schritt. Josianne Walpen, Leiterin Ernährung beim SKS sagt gegenüber «Espresso»:«Wir fordern ein gänzliches Verbot der Farbstoffe für gewisse Produkte, die speziell Kinder ansprechen. Es gibt gute Alternativen für die Färbung von Produkten.» Die beiden Grossverteiler Migros und Coop verzichten bereits ganz auf die umstrittenen Farbstoffe bei ihren Eigenmarken.

    Martina Schnyder

  • Allianz-Helpbox: ein heimlicher Klumpfuss?

    Die Versicherung Allianz Suisse wirbt mit einer grossen Kampagne für ihre Helpbox. Dieses Gerät alarmiert bei einem Unfall automatisch eine Notrufzentrale der Versicherung und übermittelt den Standort des Autos.

    Zudem kann über die Box Pannenhilfe organisiert und ein gestohlenes Auto geortet werden. Das Gerät ist aber auch ein Unfalldatenschreiber. Und hier sammelt der Versicherte allenfalls Beweise gegen sich selbst.

    Die Daten aus der Helpbox gehören nämlich der Allianz Suisse. Der Kunde gibt mit dem Einbau des Geräts die Einwilligung, dass die Allianz bei einem Unfall auf diese Daten zurückgreifen kann. Der eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür gibt zu bedenken: «Ein Autofahrer kann dann nicht mehr argumentieren: Diese Daten gehören mir und die Versicherung darf sie bei einem Unfall nicht mehr auswerten.»

    Oliver Fueter