Wenn die Nacht zum Tag wird

In der Schweiz ist der Trend zu Leuchtreklamen ungebrochen. Doch immer mehr Bürgerinnen und Bürger ärgern sich darüber, dass sie wegen des Lichts nicht mehr schlafen können.

In verschiedenen Kantonen gibt es politische Vorstösse, um die Lichtflut einzudämmen.

Werbung für «Bierpops»

Ein Basler Parlamentarier will die Plakatwerbung für ein neues Bier-Fruchtsaft-Getränk verbieten lassen. Dieses Getränk werde bewusst für junge Leute produziert und verführe diese zum Alkohol, argumentiert er. Trotz Sympathien von Suchtpräventions-Fachleuten dürfte der Parlamentarier mit seiner Strafklage aber scheitern.

Beiträge

  • Wenn die Nacht zum Tag wird

    Es leuchtet allabendlich ins Schlafzimmer - von Schlaf finden kann keine Rede sein. Immer mehr Leute fühlen sich durch Lichtreklamen gestört. Aber nicht nur für die Menschen ist das Licht in der Nacht ein Problem - auch für die Vögel.

    Die übermässige künstliche Beleuchtung bringt die Zugvögel von ihrer Route ab. Inzwischen gibt es in verschiedenen Gemeinden politische Vorstösse, die zum Ziel haben, die Lichtreklamen einzuschränken.

    Anita Richner

  • Wann ist ein Bier ein Bier?

    In der Schweiz ist die Werbung für Bier und Wein erlaubt, für Spirituosen verboten. Uneins sind sich die Kantone bei den neuen Bier-Mischgetränken. Diese sind bei Präventions-Fachleuten umstritten.

    Christoph Wydler, Basler Grossrat, will die Werbung für ein neues Bier-Fruchtsaft-Getränk von Feldschlösschen in seinem Kanton verhindern. Es handle sich nicht um ein Bier, sondern um ein sogenanntes Mischgetränk, argumentiert er. Darum sei jede Plakatwerbung gemäss dem kantonalen Gesetz verboten.

    Anders sieht dies die Verwaltung des Kantons Basel-Stadt: Verboten sei nur die Werbung für Getränke, denen Spirituosen beigemischt seien, was bei diesem Produkt nicht der Fall sei. Verzichten muss Feldschlösschen auf ihre Plakate allerdings im Kanton Bern. Dort ist die Plakatwerbung für alle alkoholhaltigen Getränke verboten.

    Alex Reichmuth