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Interaktiv Werkzeugkoffer von Migros: Rechnen muss man können

50 Prozent Rabatt für einen Werkzeugkoffer: Das klingt nach einem wahren Schnäppchen! Leider hat sich im Migros-Prospekt aber ein Fehler eingeschlichen: Der Koffer wird teurer verkauft und das Migros-Personal an der Kasse bleibt stur. «Kassensturz» zeigt einmal mehr: Hartnäckig bleiben lohnt sich.

Legende: Video Werkzeugkoffer von Migros: Rechnen muss man können abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
Aus Kassensturz vom 16.01.2018.

«Kassensturz»-Zuschauer Jonas Sonderegger ist Bauer und braucht für Reparaturen an und um seinen Hof immer wieder Werkzeug. Anfangs Jahr entdeckt er in einem Migros-Prospekt einen Werkzeugkoffer – ein wahres Schnäppchen: 50 Prozent Rabatt soll es geben. Also geht er in die Migros-Do-it-Filiale in Füllinsdorf und greift zu.

Als er sich das Angebot zu Hause nochmals in aller Ruhe ansieht, wird er jedoch stutzig: Der Originalpreis des erstandenen Koffers ist mit 229 Franken angegeben. Nach dem Abzug von 50 Prozent Rabatt kassierte die Migros bei Jonas Sonderegger 149 Franken. Man kann rechnen wie man will: Das sind nicht 50 Prozent Rabatt, sondern lediglich 35 Prozent.

Auf Anfrage von «Kassensturz» erklärt Migros, es handle sich um einen Druckfehler im Prospekt. Der Originalpreis sei tatsächlich 70 Franken höher, nämlich 299 Franken, der Nettopreis von 149 Franken sei also richtig. Der Grossverteiler verspricht gleichzeitig, dass Kunden, die auf den günstigeren bestehen, diesen selbstverständlich erhalten würden.

In einem solchen Fall soll der tiefere Preis gelten

«Kassensturz» will es wissen, kauft denselben Werkzeugkoffer in der Filiale Bülach Süd und besteht auf den günstigeren Preis von 114.50 Franken. Doch das Personal möchte den Koffer so nicht verkaufen.

Liebe Migros, was gilt nun? Jetzt schreibt der Grossverteiler an «Kassensturz»: «Wir bedauern, dass Ihr Testeinkauf in der Filiale in Bülach Süd nicht unserer Aussage im Mail vom 4. Januar entsprochen hat. Normalerweise sollten die Verkäufer in einem solchen Fall automatisch Rücksprache nehmen und sich nach dem Sachverhalt erkundigen. In den meisten Fällen, gemäss unserer Erfahrung, wird dies auch so gehandhabt.» Weiter schreibt Migros, man werde Fälle wie diesen intern thematisieren, damit in Zukunft sichergestellt sei, dass den Kunden der tiefere Preis gewährt werde. Generell sei die Migros meist sehr kulant.

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