Zehn Jahre Aldi Suisse: Nur billig oder auch gut?

Am 27. Oktober feiert Aldi Suisse sein zehnjähriges Jubiläum. Von Beginn an war der deutsche Billiganbieter mit seinen Produkten regelmässig auch Kandidat bei den «Kassensturz»-Tests. Wie hat er sich da gemacht? «Espresso» hat die Tests der letzten drei Jahre angeschaut.

Bereits zehn Jahre ist es her, dass Aldi seine ersten Filialen in der Schweiz eröffnet hat. Viele Schweizer beobachteten den Markteintritt des Billiganbieters mit Skepsis. «Espresso» wollte deshalb wissen, ob Aldi in Sachen Qualität auf dem Schweizer Markt mithalten kann.

Dafür ging «Kassensturz»-Testredaktor Rolf Muntwyler ins Test-Archiv und sah sich die letzten drei Jahre an. Als erstes sticht ins Auge: Von den 44 Tests war Aldi acht Mal Testsieger. Sieben Mal war Aldi vorne mit dabei und mit einem günstigen Preis das, was man als Kauftipp bezeichnen könnte. Das konnte bisher nur Coop übertreffen. Der Schweizer Detailhändler kann mit seinen Eigenmarken zehn Testsieger vorweisen.

Ein gutes Händchen in Sachen Lebensmittel

Rolf Muntwyler findet das beeindruckend: «Das ist wirklich viel, denn Aldi hat ein schmales Sortiment. Daher war immer nur ein Produkt dieses Anbieters bei den Tests dabei. Hinzu kommt, dass die Aldi-Produkte im Test immer zu den günstigsten gehörten.»

Gute Resultate erreichte Aldi vor allem bei den Degustationen. Am besten schnitt der Discounter beim schwarzen Pfeffer, bei der Sojasauce und bei den Schoko-Eili zu Ostern ab. Nicht vergessen darf man, dass bei solchen Degustationen meist Fachleute in der Jury sitzen, die Massenproduktionen eher kritisch gegenüber stehen. «Oft sind die Juroren total überrascht, wenn sie nach einer Blinddegustation erfahren, dass sie einem Lebensmittel von Aldi eine so gute Note gegeben haben», erzählt Rolf Muntwyler.

Aldi trifft nicht immer den Schweizer Geschmack

Aber auch im Non-Food-Bereich machte Aldi in den vergangenen «Kassensturz»-Tests von sich reden. Zum Beispiel wurde die Aldi-Eigenmarke Testsieger beim Batterientest; und das mit Preisen, die weit unter der Konkurrenz liegen. Auch die Handcrème von Aldi machte im Praxistest eine gute Falle. Sie landete zwar nur auf Platz 2, bot aber mit Abstand das beste Preis-/Leistungsverhältnis.

Doch es gab in den letzten drei Testjahren auch Ausrutscher. Ein Beispiel: Die Ofen-Pommes frites. Dort belegte der Billiganbieter den letzten Platz. Auch mit seinen Fasnachtschüechli traf er den Geschmack der Schweizer nicht. Ähnlich sieht es bei der Zopfdegustation aus.

Trotzdem: Unter dem Strich kann man durchaus von einer beachtlichen Leistung sprechen, resümiert «Kassensturz»-Redaktor Rolf Muntwyler. «Denn andere Discounter wie Denner und Lidl schaffen es in diesen 44 Tests, die wir für diese Untersuchung angeschaut haben, weniger häufig aufs oberste Treppchen.»

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