Afghanistan und seine erfolglosen Invasoren

  • Freitag, 28. März 2014, 9:06 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 28. März 2014, 9:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 28. März 2014, 18:30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Afghanistan ist immer wieder Opfer von Invasionen geworden, die den Invasoren zum Verhängnis wurden. Alexander der Grosse hat es versucht, Dschingis Khan ebenfalls. Das britische Empire erlitt eine Schlappe, die Sowjetunion ging daran zugrunde. Die USA sind letztlich gescheitert.

Eine Landstrasse mt Bus und gepanzertem Wagen mit Männern mit Maschinengewehr.
Bildlegende: Alltagssituation in den Strassen rund um Kabul. Keystone

Seit 1979 befindet sich Afghanistan quasi in einem 35-jährigen Krieg. Damals war die Sowjetunion mit 120'000 Mann am Hindukusch einmarschiert, wurde aber in langwierigen Guerillakämpfen zermürbt und aufgerieben. Das gleiche war den britischen Truppen im 19. Jahrhundert passiert, als sie das Land von Indien aus besetzen wollten.

Und auch die gut 120'000 amerikanischen und sonstigen westlichen Soldaten, die seit 2001 im Lande sind, haben allenfalls in Städten wie Kabul Erfolge zu verzeichnen. Wenn auch sie bis Ende Jahr abziehen, wird Afghanistan wohl wieder in die Hände der Taliban fallen.

Hansjörg Schultz befragt den Islamwissenschaftler Michael Lüders zur Geschichte Afghanistans.

Autor/in: Hansjörg Schultz