Afrika und seine Städte - eine wissenschaftskulturelle Begegnung

  • Mittwoch, 19. Juli 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 19. Juli 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 19. Juli 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Nirgends auf der Welt wachsen Städte so rasant wie in Afrika. Das macht sie zu einem hochaktuellen Forschungsthema an 7. europäischen Afrikakongress in Basel.

Afrika – der Problemkontinent? Wo ständig Krieg und Hunger herrschen und ohne endlose Entwicklungshillfe gar nichts läuft? Wo niemand investieren will und deswegen alle nach Europa flüchten? Falsche Bilder und Klischees bis zur Schmerzgrenze, denen engagierte WissenschaftlerInnen und Kulturschaffende konkrete Realitäten entgegensetzten. Ende Juni fand in Basel die European Conference on African Studies statt, der grösste Kongress zu Afrika in Europa, das Thema: Die Städte Afrikas. Wir fragen: Was bedeutet es, über Afrika zu forschen? Unterer anderm im Gespräch mit Elisio Macamo, Professor am Afrika Institut Basel und Kadiatou Diallo, Kuratorin des kulturellen Rahmenprogramms der Konferenz verantwortlich

Beiträge

  • Das von Koli Jean Bofane mitorganisierte Festival "Kongo am Rhein" soll zu Nachdenken über die moderne Stadt und ihre Herausforderungen anregen.

    Afrikabilder - musikalisch und literarisch hinterfragt

    Kann ein Roman oder ein Musikstück dazu beitragen, vorgefertigte Bilder von Afrika zu hinterfragen? Ja, auf jeden Fall, so der Schweizer Politologe Tobias Hagmann, Professor an der dänischen Roskilde Universität und Mitgründer der Clubkollektivs Motherland Soundsystem.

    Auch der kongolesische Schriftsteller In Koli Jean Bofane nimmt seine Romane zum Anlass, das verdrehte und «beschmutzte» Afrikabild aufzugreifen. Das von ihm mitorganisierte Festival «Kongo am Rhein» hatte das Ziel, zum Nachdenken über die moderne Stadt und ihre Herausforderungen anzuregen.

    Anna Fierz

  • Die südafrikanische Professorin Sophie Oldfield unterrichtet Urban Studies an der Universität Basel und beschäftigt sich unter anderem mit der Frage wie Individuen und organisierte Bewegungen Regierungen politisch herausfordern.

    Im Chaos die Struktur erkennen

    Die Südafrikanerin Sophie Oldfield ist neu Professorin für Urban Studies an der Universität Basel und forscht zu den Städten des Südens. Sie hat am «Handbook on Cities of the Global South» mitgearbeitet und setzt sich mit urbaner Politik auseinander.

    Unter anderem beschäftigt sie sich in ihrer Forschung mit der Frage, wie Individuen und organisierte Bewegungen Regierungen politisch herausfordern können und ihre Stadt auf diese Weise verändern.

    Christoph Keller

Autor/in: Maya Brändli, Anna Fierz, Christoph Keller, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Elinor Landmann