Alberto Giacometti: Ein Weltstar der Kunst aus dem Bergell

  • Montag, 7. November 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 7. November 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 7. November 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der Schweizer Bildhauer Alberto Giacometti (1901-1966) zählt zu den grossen Namen der Kunstwelt. Seine Werke werden zu Höchstpreisen gehandelt. In diesem Jahr begeht die Kunstwelt den 50. Todestag Alberto Giacomettis. Kontext beleuchtet Leben und Werk des Künstlers aus dem Bergell.

Alberto Giacometti ist als grosser Suchender und Zweifler in die Kunstgeschichte eingegangen. In seinen Bronzeskulpturen, in denen er die menschliche Figur auf das Wesentliche reduziert hat, beschäftigte er sich mit der Verletzlichkeit und Verlorenheit des Menschen. Dieses Thema verleiht seinem Werk bis heute ungebrochene Aktualität.

In einer Kontext-Sendung wird der weltberühmte Bildhauer und Maler Alberto Giacometti vorgestellt. Die Beiträge der Sendung führen in zwei aktuelle Ausstellungen zum Werk des grossen Künstlers und ins Bergell, in das Atelier, das Alberto Giacometti von seinem Vater übernommen hat.

Beiträge

  • Das Künstleratelier in Stampa.

    Besuch im Giacometti-Atelier in Stampa

    Alberto Giacometti wuchs im Bergell in einer Künstlerfamilie auf. Sein Vater Giovanni Giacometti hatte sich in einem alten Stall neben dem Wohnhaus ein Atelier eingerichtet. Dort lernte Alberto Giacometti vom Vater Zeichnen und Gestalten.

    Auch als er in Paris ein Kunststar geworden war, kehrte Alberto Giacometti regelmässig nach Stampa zurück und arbeitete in dem wohnlichen Atelier, in dem er selbst und seine Familie einige, teils skurrile, Spuren hinterlassen haben.

    Alice Henkes

  • Im Fokus stehen Giacomettis Werke aus Gips, Stein, Ton und Bronze.

    Ausstellung «Material und Vision» im Kunsthaus Zürich

    Wie das Gestalten und das Denken bei Alberto Giacometti Hand in Hand gehen, das thematisiert die Ausstellung im Kunsthaus Zürich.

    Im Mittelpunkt der Schau stehen Gipse, die als Modelle für Bronzegüsse entstanden und die zeigen, wie Giacometti seine Skulpturen immer wieder bearbeitet hat. Wie er nach einem gültigen Ausdruck gesucht hat. Und nach einer gültigen Aussage über den Menschen in seiner Verletzlichkeit.

    Alice Henkes

  • Skupltur von Naumann in der Schirn Frankfurt.

    Alberto Giacometti trifft Bruce Nauman

    Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt inszeniert zum 50. Todestag Giacomettis einen Dialog zwischen Alberto Giacometti und Bruce Nauman.

    Das Konzept klingt gewagt, kaum etwas scheint den grossen Schweizer Bildhauer und den us-amerikanischen Medien- und Installationskünstler miteinander zu verbinden.

    Als Giacometti 1966 starb, hatte Bruce Nauman gerade seine erste Einzelausstellung in einer Galerie. Und doch kommen die beiden miteinander ins Gespräch. Ihr gemeinsames Thema ist dabei der Mensch und seine Darstellbarkeit.

    Ellinor Landmann

Autor/in: Alice Henkes und Ellinor Landmann, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Sabine Bitter