Als gäbe es eine zweite Schweiz …

  • Montag, 16. April 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 16. April 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 16. April 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Niemand will eine zersiedelte Schweiz – und trotzdem wird Minute für Minute wertvoller Boden verbaut – so, als gäbe es eine zweite Schweiz.

Haushälterischer Umgang mit Boden in der Schweiz ist dringend angesagt. Verdichtetes Bauen in den Wohnbauzonen beginnt sich als Massnahme durchzusetzen.

Daneben aber gibt es einige raumplanerische «Stiefkinder», denen vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt wird. Zum Beispiel der Platzverschleiss in den Gewerbe- und Industriezonen vor allem in ländlichen Gebieten und das mangelhafte Augenmerk auf die eigentliche Bodenqualität.

Raumplanerische Mühlen mahlen dermassen langsam, dass die Zersiedelung stetig weitergeht und die Jungen Grünen jetzt einen radikalen Stopp verlangen.

Beiträge

  • Die bernische Gemeinde Kirchlindach

    Dörfer in der Klemme

    Gerade im ländlichen Bereich gibt es noch mehr als 30% unverbaute Industrie- und Gewerbezonen: Wollen die Gemeinden diese nutzen, passiert das, was im Mittelland unübersehbar geworden ist: hässliche Bauten rund um die Dörfer wuchern auf der grünen Wiese und fressen fruchtbarsten Boden weg.

    Reportage aus der bernischen Gemeinde Kirchlindach, die versucht, es anders zu machen und warum das gar nicht so einfach ist.

    Maya Brändli

  • Dorfrand von Geroldswil

    Wo – bitte – bleibt das Bodenzentrum?

    Gewerbeland? Bauland? Ackerland? Meist geht es dabei um quantitative Fragen, während die Qualität des verbauten Bodens kaum ein Thema ist.

    Das muss sich ändern, forderte ein CVP-Parlamentarier vor 4 Jahren und plädierte für ein eidgenössisches Bodenzentrum: der Bundesrat sagte nein, das Parlament aber trotzdem ja. Seither steckt das Projekt in der Warteschlaufe trotz der Abstimmung über die Ernähungssicherheit, bei der das Volk deutlich Ja gesagt hat auch zum Thema Bodenschutz.

    Maya Brändli

  • Raimund Rodewald

    Das geht alles viel zu langsam

    Während geplant und verbaut und diskutiert wird, gehen pro Sekunde 0,7 Quadratmeter Boden verloren, weswegen die Jungen Grünen mit ihrer Zersiedelungsinitiative einen radikalen Stop verlangen. Macht das Sinn?

    Karin Salm unterhält sich darüber mit dem langjährigen Geschäftsleiter der Stiftung für Landschaftsschutz, Raimund Rodewald.

    Karin Salm

Autor/in: Maya Brändli und Karin Salm, Moderation: Bernhard Senn, Redaktion: Theresa Beyer