Altern und Alzheimer – Forscher ergründen den Verfall

  • Montag, 11. Februar 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 11. Februar 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 11. Februar 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Ins Wasser steigen, und wieder jung sein. Kein löchriges Gedächtnis, keine Altersgebrechen – nur ein Traum! Forscher rätseln noch, was beim Altern genau vor sich geht. Ihre Hoffnung: Sobald sie das Altern verstehen, wollen sie es aufhalten und so selbst Alterskrankheiten wie Alzheimer ausbremsen.

Was ist Altern? Die Antwort darauf ist biologisch betrachtet erstaunlich schwierig: Sind es die Chromosomen, die kaputtgehen? Oder sammelt sich schlicht zu viel Unrat in den Zellen an, solange bis die Zellen sterben? Ist Stress der Hauptschuldige? Oder gar der beste Schutz? Die Datenlage ist, vorsichtig ausgedrückt, unübersichtlich.

Um der Wahrheit näher zu kommen, nähen Forscher junge und alte Mäuse aneinander, und stellen fest, dass junges Blut alte Mäuse wieder fit macht. Sie untersuchen, warum ein Fadenwurm doppelt so alt wird, wie der andere. Sie setzen Mäuse auf Diät und scannen das Genom 100jähriger, um herauszufinden, was sie so robust macht.

Eine Antwort ist noch lang nicht in Sicht, aber die Suche danach ist umso überraschungsreicher. Die grosse Hoffnung: dereinst das Altern zumindest zu verlangsamen, und typische Alterskrankheiten wie Alzheimer, wenn nicht heilen, so doch ausbremsen und «auf später verschieben» zu können.

Beiträge

  • Mysterium Altern – Vom Verfall

    Während wir noch vom Jungbrunnen träumen, versuchen Forscher herauszufinden, was beim Altern eigentlich vor sich geht.

    Sie nähen, um der Wahrheit näher zu kommen, junge und alte Mäuse aneinander, und stellen fest, dass junges Blut alte Mäuse wieder fit macht. Sie untersuchen, warum ein Fadenwurm doppelt so alt wird, wie der andere. Und sie setzen Mäuse auf Diät, um herauszufinden, warum Hunger robust machen kann. Ein Laborbesuch.

    Katrin Zöfel

  • Früherkennung - ein Bluttest für Alzheimer

    Mathias Jucker, leitender Neurowissenschaftler und Alzheimer-Forscher am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung in Tübingen, hat Anfang Jahr einen neuen Bluttest vorgestellt: Der Test zeigt Alzheimer an, bis zu 16 Jahre bevor ein Mensch erste Symptome spürt.

    Katrin Zöfel

  • Jahrzehnte ohne Erfolg - trotzdem weiter wie bisher?

    Alzheimerforscher weltweit machen – trotz klinischer Misserfolge in Serie – scheinbar einfach weiter wie bisher. Sie vertrauen darauf, dass Amyloid und Tau, die bekannten Ablagerungen im Gehirn, der Hauptgrund für die Alzheimerkrankheit sind.

    Fehlt ihnen schlicht die Alternative? Sicher ist: Sie setzen auf frühere Diagnose, neue Mausversuche, die Hilfe von Patienten, deren Erkrankung genetisch bedingt früh einsetzt. Und: auf die (uralte) Erkenntnis, dass Forschung Zeit braucht.

    Katrin Zöfel

Autor/in: Katrin Zöfel, Moderation: Norbert Bischofberger, Redaktion: Maya Brändli