Beruf: Künstler*in. Arbeitssituation: prekär

  • Freitag, 6. Juli 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 6. Juli 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 6. Juli 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Was bedeutet es, Künstler*in zu sein? Ist das ein Beruf wie jeder andere? Gehören wenig Lohn, eine unsichere Arbeitssituation und die Angst vor Altersarmut selbstverständlich dazu? Im Rahmen der Kontext-Serie «Arbeitswelten» schauen wir auf das Berufsbild und die Arbeitsrealität von KünstlerInnen.

Zwischen künstlerischer Freiheit und Brotjobs, zwischen Idealismus und Überleben. Was lernen Studierende an den Kunsthochschulen? Auf welche Zukunft werden sie in der Ausbildung vorbereitet?

«Arm aber Sexy»: Der Spruch des Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit hat die Attraktivität Berlins für viele Künstlerinnen und Künstler in den letzten Jahren auf den Punkt gebracht. Doch er hat auch seine dunklen Seiten: Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Situation von bildenden KünstlerInnen in Berlin noch prekärer ist als erwartet. Was bleibt zu tun?

Faires Arbeiten in den Künsten? – Von Kunstschaffenden gegründete Labels wie «Art but Fair» und «Fair trade music» versuchen nachhaltige und realistische Bedingungen für KünstlerInnen zu schaffen. Mit welchem Erfolg?

Weitere Themen der Serie «Arbeitswelten»

Mobbing am Arbeitsplatz

Lehrer am Limit

Über 50 ohne Arbeit

Beiträge

  • Wohin nach dem Kunststudium? Hochschulen wie die ZHdK wollen ihre Studenten auf den schwierigen Arbeitsmarkt vorbereiten.

    Geld ist nicht alles im Leben

    Gemäss Statistiken steht angehenden Künstlerinnen und Künstlern eine prekäre Zukunft bevor: In vielen Fällen ist das jährliche Einkommen unter dem staatlich definierten Existenzminimum – ausser, man schafft es bis ganz nach oben.

    Doch Superkarrieren sind selten, weiss Swetlana Heger-Davis, Leiterin des Departements Kunst und Medien an der ZHdK. Wie gehen Studierende mit dieser Aussicht um?

    Julia Voegelin

  • Beliebt aber teuer: Berlin ist für Künstler ein hartes Pflaster.

    Wenn die Gentrifizierung zuschlägt

    Berlin ist für Künstlerinnen und Künstler attraktiv, immer noch.

    Auch wenn der Immobilienmarkt die Preise in den letzten Jahren rasant in die Höhe getrieben hat, im Vergleich zu anderen Kulturstädten wie New York, London, Paris scheint die Lage noch verhältnismässig gut und jedes Jahr zieht es neue Künstlerinnen und Künstler in die deutsche Hauptstadt.

    Eine aktuelle Studie zur Gegenwartskunst belegt nun, dass 90 Prozent der in Berlin lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstler direkt auf eine Altersarmut zusteuern. Die Situation ist alarmierend, die Kulturpolitik muss handeln.

    Dagmar Walser

  • Was soll Musik kosten?

    «Faire Kunst»: Kulturwandel oder Utopie?

    Für Bananen, Kaffee und Kleidung hat sich das Fair Trade Label längst etabliert.

    Aber Fair Trade Music? Auch die soll es geben fordert der Verein «Art But Fair», während die NGO «Fair Trade Music International» an einer Zertifizierung arbeitet und das Start-Up iGroove bereits Musik-Downloads zu «fairen» Konditionen vertreibt und verkauft.

    Doch was heisst «fair» in der Kunst? Was können die Künstlerinnen und Künstler tun, und was die Konsumentinnen und Konsumenten? Und klingt «faire» Musik am Ende besser?

    Theresa Beyer

Autor/in: Julia Voegelin, Dagmar Walser, Theresa Beyer, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Noemi Gradwohl