«Casting» – der Film und die Realität

  • Montag, 6. November 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 6. November 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 6. November 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der Kinofilm «Casting» nimmt den Besetzungsvorgang bei einer Fernsehproduktion aufs Korn. Schauspielerinnen wie Ursina Lardi oder Andrea Sawatzki brillieren in einem unterhaltsamen Reigen um Macht und Eitelkeit. Und die Zürcher Casting-Agentin Susan Müller erzählt, wie das in der Realität abläuft.

«Casting» – das bezeichnet ursprünglich das Auswerfen der Netze beim Fischen. Heute prägen Casting-Shows wie «Germanys Next Top Model» oder «Der Bachelor» den medialen Alltag. Tatsächlich aber ist das Casting ein zentraler Vorgang bei der Film- und Fernsehproduktion, geht es doch um die Auswahl der richtigen Schauspielerinnen und Schauspieler für die richtigen Rollen.

Wie das Casting für einen Film symbolträchtig ausarten kann in Intrigen und Machtspielen, das zeigt der satirische Film «Casting» von Nicolas Wackerbarth. Michael Sennhauser spricht mit dem Regisseur und der Schauspielerin Ursina Lardi über den Film.

Und Brigitte Häring schaut im Gespräch mit der Schweizer Casting-Direktorin Susan Müller, wie der Casting-Alltag in der Schweiz aussieht.

Beiträge

  • Ursina Lardi als Almuth Dehlen

    «Casting»: Improvisierte Machtspiele mit Frauen und Fassbinder

    Für ein Fernsehfilm-Remake von Fassbinders «Die bitteren Tränen der Petra von Kant» wird die Besetzung der weiblichen Hauptrolle zum endlosen, komischen Drama.

    Während sich Schauspielerin um Schauspielerin dem unentschlossenen Blick der Regisseurin aussetzt, werden Unsicherheiten und Machtgefälle zum menschlichen Abenteuerspielplatz.

    Michael Sennhauser hat Regisseur Nicolas Wackerbarth getroffen, zusammen mit der Schauspielerin Ursina Lardi, die dem witzigen, irren traurigen Reigen zusätzlichen Pfiff verleiht.

    Michael Sennhauser

  • Mathias Gnädiger in seiner Paraderolle als Kommissär Hunkeler

    Das Gesicht zur Rolle finden: Casterin Susan Müller im Gespräch

    Wenn wir an Hansjörg Schneiders Kommissär Hunkeler denken, sehen wir Matthias Gnädinger vor uns. Der Schauspieler füllte seit 2004 die Romanfigur mit Leben, er wurde zu Hunkeler.

    Dafür verantwortlich, dass die Roman- und Drehbuchfigur das passende Gesicht bekommen hat, ist Susan Müller – sie betreibt in Zürich ein Castingbüro und hat unter anderem die Hunkeler-Filme besetzt. Professionelles Casting in der Schweiz gibt es seit kaum zwei Jahrzehnten – Susan Müller erzählt aus ihrer Arbeit.

    Brigitte Häring

Autor/in: Michael Sennhauser, Brigitte Häring, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Raphael Zehnder