Dada als Protestbewegung

  • Mittwoch, 3. Februar 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 3. Februar 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 3. Februar 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Eine Handvoll Künstler strandete 1916 auf der Flucht vor dem ersten Weltkrieg in Zürich. Dort eröffneten sie ein Cabaret und kämpften mit ihren Waffen gegen den «Blutozean». Aus ihren Aktivitäten wurde eine der wichtigsten Avantgarde-Bewegungen des 20. Jahrhunderts.

Kontext erzählt die Gründungsgeschichte des Dadaismus und vergisst auch im Jubiläumsjahr nicht zu erwähnen, dass Dada sich als Anti-Kunst-Bewegung unmittelbar nach der Gründung selbst abzuschaffen begann. Was von Dada übrigblieb und wie stark die historische Avantgarde unsere Gegenwart prägt, diese Fragen beantwortet der Ausstellungsmacher Guido Magnaguagno.

Beiträge

  • Hut ist gut, Lautgedichte sind besser: Dadaisten-Tagung 1929.

    Dada - Revolte gegen den ersten Weltkrieg

    Die Gründung des «Cabaret Voltaire» gilt als Geburtsstunde des Dadaismus. Der Maler Hans Arp schrieb darüber: «Während in der Ferne der Donner der Geschütze rollte, sangen, malten, klebten, dichteten wir aus Leibeskräften.

    Wir suchten eine elementare Kunst, die den Menschen vom Wahnsinn der Zeit heilen und eine neue Ordnung, die das Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle herstellen sollte.»

    Aber, was haben Lautgedichte, die den Unsinn feiern, mit dem ersten Weltkrieg zu tun? Historische und ästhetische Hintergründe über die Entstehung des Dadaismus.

    Franziska Hirsbrunner

  • Guido Magnaguagno, Ausstellungsmacher.

    Dada - Widerspruch als Programm

    Keine andere Avantgarde produzierte so viele Absichtserkläungen wie der Dadaismus. Und die vielen Stimmen waren sich keineswegs einig, was Dadaismus sei, im Gegenteil: Die globale Bewegung pflegte den Widerspruch.

    Welche Spuren diese programmatischen Widersprüche in der bildenden Kunst hinterliessen, was als «Esprit Dada» gelten darf und welche Künstler heute noch diesem Geist verpflichtet sind, darüber denkt der Ausstellungsmacher Guido Magnaguagno nach.

    Ellinor Landmann

Autor/in: Franziska Hirsbrunner und Ellinor Landmann, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Sabine Bitter