Das Sachbuchquartett zum Tag der Familie

  • Freitag, 13. Mai 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 13. Mai 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 13. Mai 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der Internationale Tag der Familie am 15. Mai 2016 ist ein von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufener Tag zur Bekräftigung der Bedeutung von Familien. Kontext begeht den Tag mit einem Gespräch über 4 Sachbücher zum Thema Familie.

Eine Familie vermittelt den Nachkommen wichtige Grundbausteine des sozialen Miteinanders. Werte und Normen einer Gesellschaft werden an die neue Generation weitergegeben. Am Internationalen Tag der Familie soll diese Bedeutung ins Bewusstsein gerückt werden.

Die Kernfamilie besteht aus Partnern, die durch Ehe, eingetragene Lebensgemeinschaft oder Partnerschaft verbunden sind. Dazu können leibliche oder adoptierte Kinder gehören. Der Begriff Familie ist sehr weitläufig zu verstehen: Auch Großeltern, Tanten, Onkel oder Cousins gehören dazu.

Eine besondere Art der Familie ist die Patchwork-Familie. Hier bringt jeder Partner eigene Kinder mit in die neue familiäre Gemeinschaft. Dieses offene Verständnis von Zusammenhalt spiegelt sich auch in Sachbüchern zum Thema.

Kontext stellt dazu Neuerscheinungen vor.

Beiträge

  • Die Rolle der Mutter in der Gesellschaft schwindet, finden die Autorinnen Alina Bronsky und Denise Wilk.

    Ein Plädoyer für die Mutter

    Welche Rolle spielt die Mutter in der Gesellschaft? Eine immer kleinere. Zu diesem Schluss kommen die Schriftstellerin Alina Bronsky und die Sozialpädagogin Denise Wilk in ihrem Buch „Die Abschaffung der Mutter. Die Mutter sei einem enormen Kräftespiel ausgesetzt.

    Schon bevor das Kind da sei, werde es vermessen und die angehende Mutter geprüft. Nach der Geburt sei das Angebot an Mutter-Unterricht enorm. Alle wüssten offenbar wie das geht, alle – ausser die Mütter.

    Pointiert fordern die Autorinnen Anerkennung und Solidarität mit diesen wichtigen Mitgliedern der Gesellschaft.

    Noemi Gradwohl

  • Unreif, keine Selbstreflexion und Rückzug, sobald es schwierig wird. Dasa Szekely sieht das Problem bei den Männern.

    «Das Schweigen der Männer»

    Das Problem seien die Männer, schreibt Dasa Szekely, die in Frankfurt Menschen in allen Lebenslagen coacht. Denn die Männer hätten grosse Probleme mit ihrer Identität.

    Viele verhielten sich unreif, würden nicht reden, zögen sich zurück, sobald am Himmel Wölkchen aufzögen, sie hätten Mühe, über sich nachzudenken, verschanzten sich hinter der Arbeit und seien kaum beziehungsfähig.

    Und weil sie sich nach wie vor als die Krone der Schöpfung betrachten, müssten die Frauen die Defizite der Männer ausgleichen. Und wenn sie es nicht täten?

    Raphael Zehnder

  • Kinderwunschzentren erleben im Moment einen Boom. Viele Fragen sind aber noch offen.

    Spenderkinder: dringende Fragen und wichtige Antworten

    Kinderwunschzentren sind hoch im Kurs! Immer mehr Paare nehmen die Hilfe der Reproduktionsmedizin in Anspruch und werden glückliche Eltern.

    Doch was ist mit den Kindern? Eines ist gewiss: sie werden Fragen stellen. Damit ein offener Dialog gelingt, braucht es Aufklärung und viel Feingefühl.

    Kaa Linder

  • Steifmütter gelten nicht mehr als diabolisch, wie etwa in vielen Märchen.

    Glückliche Stiefmütter

    In Zeiten der Patchworkfamilien gibt es immer mehr Stiefmütter. Ihr Auftrag ist kompliziert. Muss die Stiefmutter die Kinder ihres Mannes miterziehen? Darf oder muss sie sich einmischen? Ist die Ex des Mannes immer noch die Nummer 1? Muss die Stiefmutter alles ertragen?

    Die Psychologin Katharina Grünewald gibt Antworten auf zentrale Fragen und ermutigt zu selbstbewussten Stiefmutterschaft.

    Cornelia Kazis

Autor/in: Cornelia Kazis, Noemi Gradwohl, Kaa Linder, Raphael Zehnder, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Dagmar Walser